Mi, 21. November 2018

Experiment gestartet:

05.11.2018 21:00

Ein neues Urwald-Gebiet im Norden der Steiermark

Was passiert, wenn man den Wald sich selbst überlässt? Dieses spannende Naturschutz-Experiment wagt man im obersteirischen Gesäuse. Ein 10.000 Hektar großes Gebiet wurde zum sogenannten Biotop-Schutzwald ernannt, waldbauliche Eingriffe sind hier unerwünscht. Insgesamt gibt es in Österreich nur drei solcher Urwälder, die Erfahrungswerte werden schon jetzt mit Spannung erwartet.

Wegschauen, wenn sich der gefräßige Borkenkäfer wieder einmal eine Fichte einverleibt. Mit den Achseln zucken, hat eine Lawine eine Spur der Verwüstung hinterlassen. „Das muss man als Forstwirt erst einmal aushalten!“, sagt der zuständige Forstdirektor Andreas Holzinger und lacht.

Natur steht stets im Vordergrund
Dass in „seinen“ Gesäuse-Wäldern auf knapp 10.000 Hektar seit kurzem pure Anarchie herrscht, bedeutet für den Obersteirer aber nun nicht die Arbeitslosigkeit - im Gegenteil: „Gerade in den Randbereichen müssen wir jetzt besonders gut auf die Waldhygiene achten und sorgsam sein. Dennoch: Auch hier steht die Natur, und nicht die Nutzung des Waldes im Vordergrund“, betont der Experte.

Urwälder bestechen durch ihre Vielfalt
Was heute dabei herauskommt, wenn man die Natur einfach Natur sein lässt, darauf ist man im Nationalpark schon gespannt: „Die Wälder werden auf jeden Fall zunehmend gemischter, das weiß man aus Erfahrung. Sprich, neben der Fichte breiten sich dann auch Buche, Ahorn und Co. immer weiter aus“, weiß Andreas Holzinger.

Totholz für Specht und Co.
Dass abgestorbene Bäume einfach liegen gelassen werden - daran müssen sich die Forstwirte erst gewöhnen. Aber: „Es heißt, dass es nichts Lebendigeres als Totholz gibt. Für Spechte, Käfer oder etwa Singvögel gibt es nichts Schöneres“, hofft der Forstdirektor auf eine einzigartige Flora und Fauna.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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