12.01.2010 11:15 |

Waggons demoliert

Gelangweilte Kids sorgten für 550.000 Euro Schaden

22 völlig demolierte ÖBB-Waggons und zwei beschädigte Lokomotiven - jene Vandalenakte bisher ungekannten Ausmaßes, die am 18. und 26. Dezember auf dem Südost- und Südbahnhof für Aufregung sorgten, scheinen nun geklärt zu sein. Die Polizei forschte drei Burschen und ein Mädchen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren aus, die für Schäden im Ausmaß von insgesamt rund 550.000 Euro verantwortlich sein dürften. Als Motiv gab das Quartett pure Langeweile an.

Auf die Spur der Jugendlichen kamen die Ermittler der Polizei durch Blutstropfen an einer der zahlreichen zerschlagenen Scheiben: Im Rausch des Zerdepperns der Waggonfenster am Südost-Bahnhof dürfte sich einer der mutmaßlichen Täter an der Hand verletzt haben.

DNA-Spur führte zu 16-Jährigem
Die Auswertung dieser DNA-Spur führte schnurstracks zu einem 16-Jährigen. Noch am selben Tag wurden seine Komplizen - ein Brüderpaar im Alter von 16 und 18 Jahren und ein 16-jähriges Mädchen - identifiziert und festgenommen. Alle vier sind wegen Sachbeschädigung und Brandstiftung amtsbekannt.

Die Teenager aus Favoriten und Simmering sind geständig und befinden sich in Haft. Der Vandalenakt am 26. Dezember verursachte laut Polizei einen Schaden von 450.000 Euro - dabei wurden 19 Personenwagen, zwei Nostalgiewaggons sowie zwei Loks beschädigt. Zusätzlich gaben die Burschen zu, am 19. Dezember um 20.30 Uhr ohne ihre Freundin einen Waggon in Brand gesteckt zu haben. Sie sorgten damit für weitere 100.000 Euro Schaden.

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