22.10.2018 14:46 |

Auto nicht gut genug

Lewis Hamilton nach Platz 3: „Ich bin frustriert“

Statt Sieg und WM-Titel Nummer fünf - plötzlich nur Platz 3 für Lewis Hamilton in Austin. Und jede Menge Ärger beim Sternen-Team! „Es war kein guter Tag für uns“, schimpft Mercedes-Sportboss Toto Wolff. Der Titelverteidiger resümiert gar: „Alles ging schief.“

Auch wenn weiter alles für Lewis Hamilton spricht, der Brite am Sonntag in Mexiko-Stadt selbst bei einem Vettel-Sieg nur noch fünf Punkte - mindestens Platz sieben - für den WM-Triumph einfahren muss, ist die Stimmung bei Mercedes nicht gerade die beste. Grund: Die Strategie des Sternenteams ging ordentlich in die Hose. Hatte Mercedes doch für beide Autos nur mit einem Stopp und einem Platzverlust von Bottas gerechnet.

Neue Strategie
„Dann sind allerdings unvorhergesehen unsere Reifen eingebrochen und wir mussten bei Lewis kurzfristig auf eine Zweistopp-Strategie wechseln“, erklärte Teamchef Toto Wolff und ergänzt: „Es war kein guter Tag für uns. Am Ende war unser Auto nicht gut genug. Wir dachten, dass Lewis den Kimi mit frischen Reifen noch kriegen kann, aber selbst im Zweikampf gegen Verstappen war unser Auto heute nicht schnell genug.“

Defekte Wasserpumpe
Sogar noch kritischer sah es Hamilton selbst. „Viele Dinge hätten besser sein können, aber alles ging schief. Wir können jetzt über die Strategie diskutieren, aber Fakt ist, dass wir heute nicht schnell genug waren. Ich bin ein wenig frustriert, weil ich auch für das Team den Titel gewinnen möchte, und da haben wir Punkte verloren.“  In der Konstrukteurswertung führt Mercedes nach Austin 66 Punkte vor Ferrari. 129 Punkte sind noch zu vergeben. Hamilton fordert deshalb: „Wir müssen jetzt schauen, dass wir das bis Mexiko nächste Woche wieder besser hinkriegen.“ Was er damit konkret meint? Kurz vor dem Rennen musste Mercedes das Getriebe kurzfristig ausbauen, um ein Leck an der Wasserpumpe zu beheben. „Das war natürlich nicht ideal, wir hatten sowas noch nie davor“, so der Brite.

Letztes Risiko
Immerhin: Lewis hat für Mexiko noch Luft nach oben. Als er zwei Runden vor Schluss mit einer Attacke gegen Verstappen und womöglich auch noch gegen Räikkönen auf Sieg hätte fahren und damit auch den Titel klarmachen können, schätzte der 33-Jährige bei einem kurzen Antastversuch das Risiko ab - und zog zurück. „Wenn es direkt gegen Seb gewesen wäre um die WM, wäre ich aggressiver gewesen, das war jetzt aber nicht nötig. Der Schlüssel war, wenigstens vor Seb ins Ziel zu kommen“, erklärte Hamilton, warum er sich leichtgetan hatte, den ersten „Matchball“ ausgelassen zu haben.

krone Sport
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