Sa, 15. Dezember 2018

Flugverbot

01.01.2010 09:06

Knaus-Helis dürfen keine Rettungsflüge mehr absolvieren

Seit Mitternacht stehen die Rettungshubschrauber von Roy Knaus im Hangar. Sie dürfen nicht mehr eingesetzt werden, weil sie den technischen Anforderungen nicht genügen. Während sich alle anderen Hubschrauber-Betreiber an die Vorschriften halten, will Knaus diese umgehen und schaltet Rechtsanwälte ein.

Die "Austro Control" wickelt den Flugverkehr über Österreich mit rund 4.000 Flugbewegungen täglich ab. Horst Hasenhütl, Abteilungsleiter für Flugbetrieb und Flugtechnik, zur "Krone": "Auf Grund der schwierigen topografischen Verhältnisse wurde bereits 1995 angekündigt, dass künftig in Österreich nur Helikopter der höchsten Leistungsklasse Rettungsflüge machen dürfen. Das garantiert zum Beispiel, dass bei einem Triebwerksausfall eine Ausweichlandung möglich ist. Im Juni 2008 wurde die Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, dass die Verordnung ab 1. Jänner 2010 gilt. Alle Betreiber erfüllen die Liste von etwa 40 Kriterien – die Firma Knaus aber nur teilweise. In Österreich sind 32 Hubschrauber für die Rettungsfliegerei zugelassen, zudem wurden sechs Maschinen aus dem Ausland geleast. Die Versorgungsdichte ist einzigartig in Europa. Für Knaus kann es keine Ausnahme geben."

Knaus: "Alle Rechtsmittel ausschöpfen"
Hinsichtlich der neuen Zulassungskriterien in Österreich werde man ausgeschlossen, womit man als einheimischer Luftfahrtbetreiber aus dem eigenen Land gedrängt werde. Dieses Vorgehen entspreche jenem einer "Bananenrepublik" und sei "diskriminierend", meinte Knaus.

Er werde "alle Rechtsmittel ausschöpfen" und sich als letzte Konsequenz eine ausländische Fluglizenz beschaffen, sagte der Heli Austria-Geschäftsführer. Dann würden die internationalen EU-Richtlinien gelten. "Ich habe 60 Mitarbeiter und lasse mich nicht umbringen", betonte Knaus.

Gerade in der Hochsaison würde er einen "enormen finanziellen Schaden" hinnehmen müssen. Alle drei Tiroler Standorte (Karres, Matrei in Osttirol, Hochgurgl) sowie zwei der Salzburger Stützpunkte (St. Johann im Pongau, Bad Hofgastein) sind betroffen.

von Günther Krauthackl (Tiroler Krone) und tirol.krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
Zehner-Meisterschaften
Formatänderung der Regionalliga West beschlossen!
Fußball National
0:2 gegen Wolfsburg
Nürnberg verliert wieder, Margreitter spielt durch
Fußball International
Adler disqualifiziert
Stefan Kraft Zweiter der Engelberg-Qualifikation!
Wintersport
„Dunkelrote“ Karte
Quaresma rastet nach Katz-und-Maus-Spiel aus!
Fußball International
Zeugnis für Österreich
EU-Vorsitz: Großes Lob aus Brüssel, Kritik von SPÖ
Österreich
U-Haft verhängt
Terrorverdacht: Geprügelte Frau verpfeift Gatten
Niederösterreich
Olympia-Dritte im Pech
Schwere Verletzung! Schock um ÖSV-Lady Gallhuber
Wintersport
Goalie-Schicksal
Sahin-Radlinger kehrt zu Hannover 96 zurück
Fußball International
Tirol Wetter
-9° / -1°
wolkenlos
-11° / -2°
wolkenlos
-10° / -4°
heiter
-10° / -3°
wolkenlos
-8° / -1°
wolkenlos

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.