Schwarzer Montag

Zittern nach Millionenpleiten in Linz und Aurach

Was für ein schwarzer Montag! Nachdem am Vormittag die in Linz ansässige Hitzinger GmbH einen Sanierungsantrag eingereicht hatte, erwischte es wenig später auch einen zweiten Anlagenbau-Spezialisten - und zwar die Firma Buchinger Anlagen-Stahl-Rohrbau GmbH aus Aurach. Eine Hiobsbotschaft für insgesamt 259 Mitarbeiter, die durch die Pleiten um ihre Jobs zittern müssen.

Helmholtzstraße 54 in Linz: Bei der unweit des Infra-Centers ansässigen Hitzinger GmbH brach gestern Vormittag Unruhe aus. Da wurden die Mitarbeiter über die Insolvenz informiert, die wenig später auch offiziell bekannt wurde. Eine Schocknachricht für die Beschäftigten, die die Gagen für den Monat August noch nicht erhalten haben. „Die betroffenen Mitarbeiter sollen jetzt keinesfalls das Arbeitsverhältnis überstürzt auflösen“, warnt AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Verbindlichkeiten belaufen sich auf 14,8 Millionen Euro
Vor vier Jahren hatte die Dr. Aichhorn GmbH das Unternehmen, das Anlagen und Maschinen zur Stromerzeugung produziert, übernommen. Laut den Gläubigerschutzverbänden AKV, KSV 1870 und Creditreform begannen schon 2016/17 die finanziellen Turbulenzen. Seit damals sind die Umsätze im Bereich der Wasserkraft-Generatoren stark rückläufig, eine Restrukturierung war im Gange, ehe ein ehemaliger Kunde aus England Schadenersatzansprüche geltend machte. Diese sorgten dafür, dass ein Sanierungsantrag eingereicht werden musste. Die Verbindlichkeiten sollen 14,8 Millionen Euro hoch sein. Masseverwalter ist Gerhard Rothner, ein erfahrener Anwalt.

Konkurs bei Buchinger
Das finanzielle Fallbeil sauste gestern auch auf die Firma Buchinger Anlagen-Stahl-Rohrbau GmbH aus Aurach nieder. Gestern wurde der Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Die Passiva belaufen sich bei sich auf 4,2 Millionen €. Neun Beschäftigte sind betroffen.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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