Schwierige Lösung

Lärm wird für immer mehr Menschen zu einem Problem

Oberösterreich
14.07.2025 09:00

Fast 38 Prozent der Oberösterreicher leiden wegen des Geräuschpegels. Es gibt viele Ursachen für den Lärm, aber der Verkehr auf den Straßen und entlang der Bahn ist am belastendsten. Aber Lösungen sind nicht einfach und oft schwer umzusetzen.

Brumm brumm, tut tut! Jeder fünfte Europäer ist einem Bericht der europäischen Umweltagentur EEA zufolge ungesund starkem Verkehrslärm ausgesetzt. Doch im Land ob der Enns steht der Lärmpegel noch deutlich höher!

Nicht nur jeder fünfte, sondern mehr als jeder dritte Oberösterreicher, nämlich 37,5 Prozent oder 472.000 Bürger, ist ungesund lauten Verkehrsgeräuschen ausgesetzt, wie es aus dem Büro von Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) heißt. Daten der Statistik Austria und des Verkehrsclubs Österreich bestätigen das. Damit liegt das Land bundesweit an zweiter Stelle hinter Tirol, wo ganze 40 Prozent unter Lärm leiden.

Autobahn und Züge
Die mit Abstand lautesten Gegenden befinden sich entlang der Westautobahn A1. Aber auch stark befahrene Landstraßen, Hauptverkehrsadern und Durchzugsstraßen in den Städten bescheren ihren Anrainern dauerhaft überhöhte Geräuschpegel. Obwohl Autos, Lkw, Busse und Motorräder für den Großteil der heimischen Lärmbelastung verantwortlich sind, erzeugen genauso viel befahrene Zugstrecken ungesund hohe Lärmbelastung – in Oberösterreich hauptsächlich die Westbahnstrecke und die Passauer Bahn. Weil Verkehrslärm laut WHO nach der Luftverschmutzung das zweitgrößte Umwelt-Gesundheitsrisiko in Europa darstellt und das Risiko für Herzinfarkte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schlafstörungen, Stress und Tinnitus erhöht, will die EU diesen bis zum Jahr 2030 reduzieren.

Tempolimits und strengere Regeln
Davon sei man in Oberösterreich aber weit entfernt, sagt Kaineder: „Im optimistischen Szenario lässt sich die Belastung um 19 Prozent reduzieren.“ Helfen würden etwa weniger Individualverkehr, niedrigere Tempolimits und strengere Lärmregelungen. „In unserem Ressort investieren wir aktuell viel in die schalltechnische Sanierung von Eisenbahnstrecken. Beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Senkung von Tempolimits ist Verkehrs-Landesrat Steinkellner gefragt“, so Landesrat Stefan Kaineder.

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