So, 16. Dezember 2018

Zahl der Opfer steigt

16.09.2018 12:36

So wütet der Super-Taifun „Mangkhut“ in Hongkong

Es sind Bilder, die einem den Atem stocken lassen. Supersturm „Mangkhut“, der derzeit auf den Philippinen wütet, ist der bisher stärkste des Jahres in der Region. Aufnahmen aus Hongkong - auch die Metropolregion wurde schwer von dem Super-Taifun getroffen -, zeigen die unbändige und wahrlich todbringende Kraft des Sturms deutlich: So werden etwa Menschen von den bis über 200 km/h schnellen Böen wie Puppen durch die Luft geschleudert. Die Zahl der befürchteten Todesopfer steigt weiter an, die Schäden sind enorm.

Hongkong sei nach Angaben des Wetterdienstes Ubimet weitaus härter von „Mangkhut“ getroffen worden als zunächst befürchtet, mit Windböen über 200 km/h und mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden. „Der Sturm nimmt einen etwas nördlicheren Kurs als zuvor prognostiziert, das Zentrum ist Sonntagfrüh mitteleuropäischer Zeit nur etwa 100 km westlich der Stadt auf Land getroffen“, berichtete der Meteorologe Manfred Spatzierer.  

Die Lage sollte sich aber in absehbarer Zeit beruhigen: „Hongkong wird er nun bald hinter sich lassen, er verlagert sich rasch weiter nach Nordwesten“, so Spatzierer. Über dem Chinesischen Festland werde sich der Sturm bis Montagmittag lokaler Zeit dann auflösen.

Erdrutsch begrub Baracke unter sich
Indes steigt jedoch die Zahl der befürchteten Toten auf den Philippinen an. So habe ein Erdrutsch eine von Bergwerksarbeitern bewohnte Baracke unter sich begraben, sagte der Bürgermeister der Stadt Itogon, Victorio Palangdan, am Sonntag einem philippinischen Radiosender. In dem Haus hätten sich mindestens 40 Menschen aufgehalten. 32 weitere Bewohner seiner Stadt seien wahrscheinlich ebenfalls ums Leben gekommen. Zuvor hatten die Behörden des Landes 29 Tote gemeldet.

Evakuierung widersetzt
Mehrere Menschen würden noch vermisst, sagte ein Regierungsvertreter am Sonntag. Viele der Opfer stammen demnach aus der Region Cordillera, darunter eine sechsköpfige Familie, deren Haus in Baguio ebenfalls bei einem Erdrutsch verschüttet wurde.
Einige der Opfer hätten sich der Anweisung zur Evakuierung widersetzt, sagte Regierungsberater Francis Tolentino bei einem Besuch von Präsident Rodrigo Duterte in Tuguegarao - eine der am härtesten getroffenen Städte. „Alle Behörden haben ihr Möglichstes getan, um die Evakuierungen voranzutreiben, aber einige Regionen sind wirklich sehr abgelegen.“

Am Montag werde man damit beginnen, die Strom- und Wasserversorgung wiederherzustellen. Im Norden des Inselstaats waren Dutzende Straßen und Brücken wegen Erdrutschen, Überschwemmungen sowie umgestürzten Bäumen und Masten unpassierbar. Straßen waren übersät von Dachteilen, Glasscherben und abgerissenen Kabeln.

 krone.at
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