"Ich wollte meine kranke Mutter in Semriach besuchen", erzählte die 69-Jährige der "Steirerkrone" am Montag. "Kurz vor dem Ziel ist dann das Unglück passiert." Die Pensionistin kam gegen 15 Uhr auf L318 am Sandberg mit dem Auto rechts von der salznassen Fahrbahn ab und prallte zehn Meter tiefer gegen einen Baum.
Vor 50-Meter-Abgrund hängen geblieben
"Zuerst hab ich geglaubt, ich bin in einem schlechten Film. Erst heute wird mir klar, dass etwas viel Schlimmeres hätte passieren können. Hinter dem Baum geht's nämlich noch 50 Meter steil bergab in den Kesselfallgraben."
"Ein Segen, dass es diese Telefone gibt"
Bei klirrender Kälte griff die Grazerin zu ihrem Handy: "Ein Segen, dass es diese Telefone gibt, denn sonst wäre ich wahrscheinlich erfroren." In ihrer Not - sie war im Wagen eingeklemmt - rief sie zuerst den ÖAMTC an ("da ist nur ein Band gelaufen"), danach das Rote Kreuz: "Ein Mann hat mich beruhigt und mir versprochen, die Feuerwehr zu verständigen."
"Dank dieses perfekten Einsatzes lebe ich noch"
Nach wenigen Minuten waren die Einsatzkräfte vor Ort und befreiten die Dame: "Ich wollte am Hang aussteigen, aber das haben die Helfer aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Sie haben mich samt dem Auto zurück auf die Straße gezogen." Die 69-Jährige kam mit Prellungen davon: "Dank dieses perfekten Einsatzes lebe ich noch. Deshalb an alle, die dabei waren: Frohe Weihnachten!"
von Manred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Foto: FF Semriach
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