03.09.2018 21:16 |

6 Matchbälle vergeben

Marach bei US Open im Mixed ausgeschieden

Oliver Marach muss seinen Mixed-Titeltraum gemeinsam mit der US-Amerikanerin Nicole Melichar bei den US Open begraben! Der Weltranglisten-Zweite im Herren-Doppel, der den Platz des verletzten Alexander Peya an der Seite Melichars übernommen hatte, verpasste am Montag nach sechs vergebenen Matchbällen das Semifinale. Marach/Melichar unterlagen Zhang Shuai/John Peers (CHN/AUS) 6:3, 6:7(7), 9:11.

Marach/Melichar hatten zunächst im zweiten Satz vier, dann im Match-Tiebreak zwei Matchbälle ausgelassen. Die Gegner nutzten hingegen die erste Chance zum Aufstieg ins Halbfinale. Peers hat damit die kleine „Davis-Cup-Generalprobe“ gegen Marach für sich entschieden. Marach wollte mit Melichar, die in Wimbledon mit Peya triumphiert hatte, in New York den nächsten Major-Titel für Österreich holen. „Normal hätte ich hier kein Mixed gespielt wegen dem Davis Cup“, hatte Marach schon davor gesagt. Aber im Doppel mit Mate Pavic war es zuletzt nicht nach Wunsch gelaufen.

Schon vor dem Erstrunden-Aus in New York hatte man sich von Coach John Farrington getrennt. „Deswegen spiele ich hier auch voll, um in mein Spiel zu finden und Selbstvertrauen zu tanken. Das ist für den Davis Cup sehr wichtig, weil es ein sehr wichtiger Länderkampf ist. “Marach sieht übrigens die Reform mit einem Finalturnier 2019 mit 18 Nationen nicht so negativ wie viele andere Kollegen seiner Altersklasse. „Es ist kein Davis Cup mehr, eigentlich ein Turnier. Aber 50 Prozent der Spieler haben immer gejammert, dass das Jahr so lang ist. Deswegen haben die Topspieler auch nicht gespielt“, erklärte Marach.

„Vielleicht tut eine Abwechslung gut“, präzisierte der 38-jährige Steirer mit Wohnsitz Panama. Er sieht sogar Vorteile für Nationen wie Österreich. „Jetzt sind ja nur noch drei Spiele: zwei Single, ein Doppel. Da haben wir wirklich Chancen, dass wir weiterkommen, also ins Semifinale oder Finale. Wir haben sehr gute Doppelspieler und Dominic Thiem. Vielleicht haben wir eine Chance im Davis Cup sehr weit zu kommen mit der neuen Regelung.“ Zudem sei das Budget sehr groß. „Das ist gut für die kleinen Länder, die nicht so viel Geld haben, vielleicht können wir damit etwas in der Jugend tun.“

Sein erster Heim-Davis-Cup in seiner Geburtsstadt vom 14. bis 16. September im Weltgruppen-Play-off gegen Australien bedeutet ihm sehr viel. „Der Davis Cup steht ganz oben. Wir haben einmal gegen Kroatien in Graz gespielt, da war ich leider nicht im Team. Das ist für mich ganz was Besonderes.“ Er habe schon überall und alles gespielt in seiner Karriere. „2016 war es ein großes Ziel, in Rio zu spielen: jetzt habe ich Olympische Spiele, alle großen Turniere, aber in meiner Stadt habe ich noch nie Davis Cup gespielt. Das ist einer meiner größten Wünsche gewesen.“

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