Vor Sturm gegen Rapid

Deni Alar muss gegen Sturm durch die Watschngasse!

Zwei Jahre war er der Held bei Sturm Graz, heute kehrt Deni Alar mit Rapid als „Graz-Feind“ Nummer 1 nach Liebenau zurück: „Ich kann es nicht beeinflussen, muss das alles ausblenden. Leider ist der Fußball so geworden. Andererseits wäre es auch schlimm, wenn es keinen schert, wo einer hingeht. Es ist auch eine große Anerkennung für die beiden, spricht für ihre Leistungen, wenn die Fans heiß sind.“

Schmunzelnder Nachsatz: „Ich werde einmal abgelöst, das ist nicht so schlecht.“ Denn heute ist Rapids Routinier Mario Sonnleitner nicht mehr der „Graz-Feind“ Nummer eins - sondern Deni Alar. Sein spontaner Wechsel via Ausstiegsklausel nach Wien empörte die Sturm-Fans. Und kurzfristig Sportchef Günther Kreissl. Heute kehrt der 28-Jährige nach Liebenau zurück. Kein Canossa-Gang, ein Höllenritt durch die Watschngasse: „Ich weiß nicht, was mich erwartet“, sagt Alar.

Dankbarkeit wird es trotz der 41 Tore in zwei Jahren für Sturm und des Cup-Siegs nicht sein. „Ich kann es nicht beeinflussen, es wird kein normales Spiel. Ich muss das ausblenden.“ Was schwer wird. Vor vier Jahren, als Florian Kainz mit Rapid in Graz gastierte, „eskalierte“ Sturms Fan-Block gegen den „Überläufer“: Der Flügel wurde 90 Minuten beschimpft, ein Schweinekopf im Kainz-Trikot angezündet. Unterste Schublade. So muss wohl auch Alar heute mit allem rechnen.

Mit Torjubel?
Anders als Marvin Potzmann, da sein Wechsel - weil lange angekündigt und ablösefrei - „normal“ über die Bühne ging. Dennoch: Würde der Verteidiger heute bei einem Torerfolg aus Respekt auf den Jubel verzichten? Alar hat sich das noch nicht überlegt. Das hängt auch vom Empfang ab. Fix ist, dass Rapids Trainer Djuricin heute Alar braucht - er ist sich sicher: „Wir haben kurz darüber gesprochen. Er ist mental so stark, er wird seinen Job machen.“

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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