15.08.2018 20:00 |

Weniger Flüchtlinge

Soziale Dienste: 150 Mitarbeiter müssen gehen!

Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung hat einen beträchtlichen Mitarbeiterabbau bei den für die Flüchtlingsbetreuung zuständigen Tiroler Sozialen Dienste (TSD) angekündigt. Der Personalstand muss bis Ende des Jahres 2019 um etwa 150 Mitarbeiter auf rund 80 reduziert werden, erklärte Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) am Mittwoch.

Begründet wurde dies mit dem Rückgang an Asylanträgen in den letzten Jahren, der auch dazu geführt habe, dass die Zahl der Menschen in der Tiroler Grundversorgung stetig abnahm. Ende 2019 würden zwischen 1.500 und 2.000 Asylwerber in Tirol prognostiziert - ein Rückgang um rund 70 Prozent innerhalb von drei Jahren, so Fischer. Dementsprechend sei eine „Anpassung der Strukturen“ der Tiroler Soziale Dienste GmbH, einer vom Land ausgelagerten Gesellschaft, unausweichlich.

„Bekennen uns weiterhin zu qualitätsvollen Unterkünften“
„Wir werden weiterhin Integrationsangebote sowie Krisenplätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stellen“, betonte die für Integration zuständige Landesrätin. Unterkünfte würden nach klaren Maßstäben anhand eines konkreten Kriterienkataloges geschlossen. „Wir bekennen uns weiterhin zu qualitätsvollen Unterkünften, auch der erhöhte Betreuungsschlüssel von 1:70 wird beibehalten“, meinte Fischer. Gleichzeitig sei es dringend notwendig, dem Mitarbeiterstab einen klaren Zeitplan sowie Perspektiven zu bieten.

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