Do, 20. September 2018

Maggies Kolumne

13.08.2018 10:10

Hitzige Debatte

Bei dieser Affenhitze schwitzt man wie ein Schwein – einen Satz wie diesen hat man in den letzten Tagen bereits oft gehört. Kleines Detail dazu: Ein Schwein kann gar nicht schwitzen! Es hat im Gegensatz zu uns Menschen keine Schweißdrüsen. Es kann überschüssige Körperwärme nur durch Suhlen im Schlamm abgeben. Wenn dieser trocknet, sorgt die verdampfende Flüssigkeit für Kühlung. Die Tierwelt hat unterschiedliche Strategien, um bei hohen Temperaturen den Körper vor einem Kollaps zu schützen. Das Problem ist, dass Tiere, die in unserer Obhut leben, darauf angewiesen sind, dass wir ihnen die Möglichkeiten dazu bieten. Dass ein Hund Wärme über die Pfotenballen, aber vor allem durch Hecheln abgibt, ist bekannt. Ebenso, dass ein Pkw, der in der Sonne parkt, sich innerhalb kürzester Zeit auf Saunatemperaturen aufheizt und man einen Hund NIEMALS alleine im Auto zurücklässt.

Zu hitzigen Debatten führen im Sommer auch immer wieder die Fiakerpferde. Viele Tierfreunde fordern ein generelles Verbot. Ich glaube, dass damit über das Ziel hinausgeschossen wird. Denn die bestehenden Gesetze bieten viel Schutz für die Rösser – so dürfen sie nur an 18 Tagen im Monat arbeiten, oder bekommen ab 35 Grad hitzefrei. Wichtig ist, dass diese Auflagen von den Behörden auch überprüft werden und auch Strafen bei Zuwiderhandeln verhängt werden. Übrigens: Haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, warum manche Bauern ihre Kühe tagsüber im Stall lassen und erst in der Nacht auf die Weide treiben? Nun, für Kühe beginnt der Hitzestress schon bei etwa 25 Grad. Bitte schützen auch Sie Ihre Tiere vor hohen Temperaturen!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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