Mo, 24. September 2018

Stanz hat viel vor

26.07.2018 18:20

Die Jugend soll nicht mehr in Städte flüchten

Seit Jahren werden Konzepte erstellt, Projekte ausgedacht, Rückschläge erlitten: Das „Sterben“ vieler Ortszentren beschäftigt den ländlichen Raum, der Stein der Weisen wurde bisher noch nicht gefunden. Einen vielversprechenden Anlauf nimmt jetzt die Gemeinde Stanz mit einem markanten Holzbau mitten im Zentrum.

„Die Flucht der Jugend in die Großstadt wird verständlich, wenn Supermärkte auf der grünen Wiese die Treffpunkte im Ort vernichtet haben, wenn an der Tankstelle mehr getrunken wird als im Gasthaus“, sagt Architekt Werner Nussmüller, der für den Neubau in Stanz verantwortlich ist.

Nahversorger zieht ein
Die Gemeinde hat ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft im Ortszentrum gekauft und setzt nun gemeinsam mit der Siedlungsgemeinschaft Ennstal eine großes Vorhaben um. Im Erdgeschoss wird ein Nahversorger einziehen, ebenso kommt ein Frisör, das Gemeindeamt und ein vielseitig nutzbarer Saal (Lesungen, Konzerte, Gemeinderatssitzungen usw.).

Die acht Starterwohnungen und acht Wohnungen für betreutes Wohnen sind bereits vergeben, freut sich Bürgermeister Fritz Pichler. Er gewann 2015 mit einer Bürgerliste überraschend die Gemeinderatswahl. Die Belebung des Ortskerns war ein zentrales Wahlversprechen, das jetzt - nach einem „mühsamen, aber fruchtbaren“ Bürgerbeteiligungsprozess - eingelöst wird. Vor Kurzem begann der Abriss des bestehenden Gebäudes, die Bauarbeiten sollen vor Sommer 2019 fertig sein.

Ein „Kümmerer“ für ältere Menschen
In Stanz wird noch mehr getan, um die Menschen im Ort zu halten. Es gibt einen „Kümmerer“, der alte Menschen besucht, und ein von der Gemeinde organisiertes Bedarfsauto, 18 Freiwillige machen derzeit hier Dienst. Der nächste geplante Schritt sind neue Wohnungen für junge Familien mit Kindern.

Jakob Traby
Jakob Traby

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