Mo, 22. Oktober 2018

Nach Trainingssturz

14.07.2018 12:39

Stefan Denifl ist zurück auf dem Rad

Stefan Denifl ist zehn Tage nach seiner Gehirnerschütterung nach einem Trainingssturz, die seinen Start bei der Österreich-Radrundfahrt verhindert hatte, wieder im Sattel gesessen. Der Rundfahrt-Sieger von 2017 absolvierte am Samstag in Tirol eine erste kurze Ausfahrt, davor war nur leichtes Ergometer-Training erlaubt und möglich gewesen.

„Es ist soweit, ich bin echt zufrieden. Es ist wegen der Gehirnerschütterung alles im grünen Bereich“, sagte Denifl am Samstag. Der 30-Jährige war dabei auf neuem Material unterwegs, was nach den Problemen und Defekten mit dem Einfachantrieb der Strada 3 T Räder seines Aqua-Blue-Teams zusätzliche Freude bereitete. „Wir haben ein neues Teamrad bekommen. Mit zwei Scheiben fühlt man sich wie neu geboren.“

Wie von den Ärzten empfohlen habe er nach einer Woche kompletter Ruhe vor einigen Tage wieder mit leichten Ergometer-Einheiten begonnen. Erst nach einer neuerlichen sportmedizinischen Untersuchung in Innsbruck und Rücksprache mit dem Mannschaftsarzt erfolgte der Rückkehr aufs Rennrad. „Ab nächster Woche bin ich dann wieder komplett frei, was das Training betrifft. Ich werde in die Dolomiten fahren“, so der Stubaier. Bereits Ende Juli bei der Tour de Wallonie will er wieder ins Renngeschehen einsteigen. „Ich bin topmotiviert“, betonte Denifl.

Dass er die Ö-Rundfahrt verpasst habe, sei natürlich schade, aber er müsse in die Zukunft blicken, schließlich fehlen ihm noch Ergebnisse für die Heim-WM-Nominierung. „Klar ist es ungut, dass ich die Ö-Tour versäumt habe. Aber ich kann es sowieso nicht mehr ändern. Man darf sich nicht allzu viele Gedanken machen und muss nach vorne schauen. Heute bin ich froh, dass ich am Rad sitzen und trainieren kann.“

Rückblickend sei er bei dem Sturz in einer Abfahrt im Zillertal noch glimpflich davongekommen. „Ich habe Riesenglück gehabt. Ich bin selber überrascht, wie ich das auch mental weggesteckt habe. Natürlich war ich ein paar Tage down, aber dann war ich froh, dass es nichts Schlimmeres ist“, betonte der Kletterspezialist.

Die Rundfahrt habe er erst nach den ersten Tagen Bettruhe mit viel Schlaf natürlich verfolgt. Die Leistung von Hermann Pernsteiner, der als Gesamtzweiter hinter dem Belgier Ben Hermans in die Schlussetappe ging, sei hervorragend gewesen. „Er ist in meinen Augen eine genial gute Rundfahrt gefahren. Ich würde nicht sagen, ich bin überrascht, aber es ist seine erste richtige Straßensaison als Profi, da Zweiter zu werden, das ist schon genial.“

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