Toto Wolff warnt:

Ferrari und Red Bull sind Mercedes „näher gerückt“

Formel 1
28.06.2018 18:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Formel-1-Grand-Prix in Spielberg hat seit seinem Comeback vor vier Jahren nur Mercedes-Siege gebracht. „Österreich war für uns in der Vergangenheit seit 2014 ein gutes Pflaster, eine Strecke, die uns liegt“, betonte Teamchef Toto Wolff am Donnerstag. „Aber das Wetter am Wochenende ist unklar, und die neue Realität ist natürlich, dass Ferrari und Red Bull wesentlich näher gerückt sind.“

Deswegen erwartet der Wiener ein spannendes Rennen am Sonntag (Start: 15.10 Uhr) auf dem Red Bull Ring, in dem es für Ferrari-Star Sebastian Vettel nach seinem fünften Platz zuletzt in Frankreich um Wiedergutmachung geht. Der Deutsche „ruinierte“ in Le Castellet früh durch eine Kollision mit Mercedes-Mann Valtteri Bottas sein Rennen und das des finnischen Spielberg-Vorjahressiegers. Dadurch verlor Vettel die Führung in der Fahrerwertung an Titelverteidiger Lewis Hamilton, der nun mit 14 Zählern Vorsprung in den neunten Saisonlauf startet. Der WM-Leader ist froh, dass es heuer so eng im Titelkampf zugeht. „Ich bevorzuge seit dem Beginn meiner Karriere echtes Racing. Da sieht man dann, wie viel ich leiste und dass ich den Unterschied ausmache“, erklärte der britische Mercedes-Pilot, der für Samstag „das knappste Qualifying der Saison“ erwartet. Außerdem ist er schon gespannt, wie viel Zehntel die neuen Teile an seinem „Silberpfeil“ bringen.

Mercedes kommt laut Wolff mit einem „relativ substanziellen Aerodynamik-Update“ zum Österreich-Grand-Prix, „wo wir auch ein bisschen das Konzept, den Mindset verändert haben“. Die Weichen dafür seien schon „vor zwei Monaten“ gestellt worden. „Uns ist eben Qualität wichtiger als Quantität“, ergänzte Hamilton. „Ich hoffe, das neue Aero-Paket hilft uns im Titelkampf.“ Betroffen vom Update sind laut Wolff „Frontflügel, Bargeboards und der Heckflügel“. „Die Formel 1 ist ein ständiger Entwicklungswettbewerb, in dem man versucht, den Weg zu gehen, von dem man sich die größtmöglichen Fortschritte erwartet“, merkte der 46-Jährige wieder einmal an, dass man sich in der Königsklasse nie auf seinen Lorbeeren ausruhen dürfe. Der Mercedes-Motorsportchef und sein Toppilot begrüßen auch die drei DRS-Zonen in Spielberg, denn dadurch ergeben sich mehr Überholmöglichkeiten. „Das wird das Rennen für die Zuschauer aufregender und interessanter machen“, prophezeite Hamilton, der kurz vor der Vertragsverlängerung mit Mercedes steht.

Wolff würde das „Drag Reduction System“ (System zur Verminderung des Luftwiderstandes) sogar am liebsten generell freigeben, denn dann würde man sehen, „wer sich was traut“ mit offenem Heckflügel. „Hier in Spielberg die Rindt-Kurve oder Turn zehn in Le Castellet mit DRS, da trennt sich die Spreu vom Weizen“, meinte der Österreicher nicht ganz ernst gemeint. Und Red-Bull-Jungstar Max Verstappen würde laut Wolff wohl sagen: „Macht es mir gar nicht zu, Bremsen wird total überschätzt. Ein cooler Typ irgendwie.“

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