Mo, 22. Oktober 2018

Fördermissbrauch

26.06.2018 17:40

Causa Rettungsboot: Grazer Ex-Beamter verurteilt

In der kuriosen Causa um ein Rettungsboot, für das Förderungen kassiert, das aber nie angeschafft wurde, ist ein mittlerweile pensionierter Beamter der Stadt Graz am Dienstag im Straflandesgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Zudem muss er Schadenersatz leisten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Fall zog sich längere Zeit hin, nun wurde ein Urteil gesprochen. Der Angeklagte, der damals neben seiner Tätigkeit als Beamter Chef der Wasserrettung war, suchte für ein Rettungsboot um eine Projektförderung bei der Stadt Graz an und bekam 40.000 Euro.

Das Boot wurde jedoch nie angeschafft, da das dafür vorgesehene Bootshaus noch nicht fertig war. Am Ende war das Geld nicht mehr da. Der Mann beteuert, das Geld nicht angerührt zu haben. Die 40.000 Euro seien verbraucht worden, zwar von der Wasserrettung, aber für andere Zwecke, verteidigte er sich. „Offenbar nicht ordnungsgemäß, sonst wäre kein Rückruf erfolgt“, sagte der Staatsanwalt, der zunächst schweren Betrug angeklagt hatte.

Urteil nicht rechtskräftig
Letztlich wurde der Beamte im Ruhestand und frühere Wasserrettung-Chef nur wegen Fördermissbrauchs verurteilt. Er muss 15.000 Euro Strafe und zusätzlich 40.000 Euro Schadenersatz an die Stadt Graz zahlen. Er meldete sofort Berufung an, das Urteil ist also nicht rechtskräftig.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.