Mi, 21. November 2018

Wegen Einsturzgefahr

25.06.2018 13:58

Guggenthal: Ermittler dürfen nicht in Brandruine

Noch ist völlig unklar, wieso es in  der alten Brauerei des Gut Guggenthals in Koppl zu dem verheerenden Brand kam. Die Ermittler dürfen die Ruine vorerst nicht betreten, es besteht nach wie vor Einsturzgefahr. Das Gebäude war übrigens aufgrund seines ruinenartigen Zustands nicht mehr gegen ein Feuer versichert.

Knapp 200 Feuerwehrmänner hatten am Sonntag seit 5.30 Uhr früh gegen das verheerende Feuer in der alten Brauerei des Ensembles angekämpft. Gegen Mittag konnte Brand aus gemeldet werden. Die Nachbargebäude konnten erfolgreich vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Am Nachmittag wurden schließlich noch Mauerreste, die bereits verkohlt waren eingedrückt. Von der einst schicken Brauerei - bis  1914 war sie in Betrieb - blieben nur die Außenmauern übrig. Innen gibt es nichts mehr außer Brandschutt. Auch mehrere noch wertvolle Kachelöfen und Wandgemälde sind ein Raub der Flammen geworden.

Wie hoch der Schaden ist, kann im Moment niemand beziffern. Das Gebäude war ja schon vor dem Brand desolat. Deswegen konnten es die drei Eigentümer auch nicht mehr gegen ein Feuer versichern. Der Wert der Brauerei spiegelte sich im denkmalschutz wieder. Dieser bleibt laut Landeskonservatorin Eva Hody auch weiterhin bestehen, bis Experten die Ruine untersucht haben und geklärt haben, ob der Schutz nun aufgehoben werden kann.

Die Suche nach der Brandursache gestaltet sich schwierig. „Das Gebäude ist nach wie vor einsturzgefährdet. Niemand darf hinein. Die Sicherheit hat oberste Priorität“, erklärt der Koppler Bürgermeister Rupert Reischl. Das Gelände um die Brauerei wurde abgesperrt. „Sachverständige, Experten, die Brandermittler usw. - wir werden uns zusammensetzen und besprechen, wie man vorgehen kann“, so Reischl. Zur Diskussion steht etwa die Möglichkeit, mit einem Kran von oben die Ruine auf die Feuerursache hin zu untersuchen.

Bereits im Jahr 1982 war es auf Gut Guggenthal zu einem Großbrand gekommen. Der Schaden war beträchtlich.

Das Gut hat eine lange Geschichte. Erstmals erwähnt wurde es bereits im 13. Jahrhundert. Zum Ensemble gehören die nun abgebrannte Brauerei, errichtet von Valentin Ceconi, der Meierhof, ein Braugasthof, die Villa Weickl, eine Kirche sowie ein Jagdschloss und diverse Nebengebäude. Dieses soll als erstes revitalisiert werden. Geplant ist ein Wohnhaus samt Atelier bzw. Büro, eine Kombi aus Wohnen und Arbeiten, inklusive viel Luxus und Outdoorpool. Erst im Februar wurde von dem Gebäude ein originalgetreues Wappen von Bischof Franz Virgil Graf Spaur von Unbekannten aus der Mauer gestemmt.

Das Gut gehört aktuell drei Salzburgern, die unter anderem Wohnungen auf dem Gelände errichten wollen. Für das Gut gab es bereits viele Pläne von unterschiedlichen Eigentümern. Bisher verlief alles im Sand.

Manuela Kappes
Manuela Kappes

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