Mi, 15. August 2018

Konkurrenzkampf

24.06.2018 06:00

Kate und Meghan: Beste Feindinnen

Zwischen den Herzoginnen Kate und Meghan ist ein bitterer Konkurrenzkampf ausgebrochen.

Schon bei der Hochzeit von Prinz Harry und der US-Schauspielerin Meghan Markle am 19. Mai in Windsor hatte Schwägerin Kate, die Ehefrau von Prinz William, ihr Mienenspiel nicht ganz unter Kontrolle: Schmallippig und mit ernsten Augen verfolgte sie das bombastische Zeremoniell, zum Lächeln war ihr bei diesem freudigen Großereignis anscheinend nicht zumute.

Herzogin Kate wusste da bereits, dass ihre bisher unumstrittene Poleposition am britischen Hof nun ernsthaft in Gefahr ist. In der Tat. Meghan eroberte in Windeseile nicht nur das Herz von Harry, sondern auch das seiner Oma, der sonst so unerbittlich strengen Queen Elizabeth II, die keinen Fauxpas duldet.

Queen zeigt offen Sympathie für Meghan
Die 92-jährige Monarchin zeigt jedoch ganz offen und ungeniert ihre Sympathie für das neue royale Mitglied und adelte Meghan mit einem besonderen Ritterschlag: Die 36-Jährige durfte die Queen einen ganzen Tag lang bei offiziellen Terminen begleiten. Mehr noch, die beiden Damen (die eine in Pastellgrün, die andere in züchtigem Beige) reisten gemeinsam im persönlichen Zug, dem über 150 Jahre alten „Royal Train“ der Regentin, nach Chester im Nordwesten von England. Ein Privileg, das Kate noch nie zuteil geworden ist. Und das, obwohl sie in der Windsor-Hackordnung viel weiter oben steht, wird sie doch die übernächste Königin von Großbritannien.

Wie angespannt das Verhältnis von Kate und Meghan mittlerweile ist, wurde jüngst auch bei der Parade „Trooping the Colour“ für alle sichtbar: Auf dem Balkon des Buckingham-Palastes standen Camilla, die Ehefrau von Prinz Charles, und Herzogin Kate in der ersten Reihe. Kate trug ein babyblaues Hut-Ungetüm zum braven Puff-Ärmelkleid und lächelte souverän - gerade so, als wollte sie demonstrieren, wie sehr sie ihrer Rolle als bisher perfekte Schwiegertochter immer noch gerecht wird.

Kate verteidigt Platz als Nummer eins
In der zweiten Reihe stand die locker-entspannte Neo-Herzogin von Sussex, Meghan wählte stilsicher eine lachsrosa Robe, die ihre Schultern betonte, daneben fiel ein angespannter Prinz Harry in Uniform auf. Er biss sich auf die Lippen und kniff die Augen zusammen, ein Gesichtsausdruck der wohl der frostigen Atmosphäre zwischen den Damen geschuldet war.

Alle sollten die Signale verstehen, die Kate hier aussenden wollte: Seht her, ich bin und bleibe die Nummer eins, auch wenn Meghan derzeit alle Sympathiewerte - aus dem Volk ebenso wie auf dem Hof - auf sich vereint. Mit einem wesentlichen Atout kann sie nämlich nicht aufwarten, da bleibt Kate unschlagbar: in der Rolle der bodenständigen Mutter, die ihre drei Kinder umsorgt.

Karin Schnegdar, Kronen Zeitung

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