Platz 1 in Reichweite

Der SK Rapid greift jetzt nach der Tabellenführung

Fußball
23.11.2009 15:18
Rapid hatte am Sonntag gleich doppelten Grund zum Feiern. Zum einen wurde Erzrivale Austria im 291. Wiener Derby mit 4:1 gedemütigt, zum anderen stehen die Hütteldorfer dadurch kurz vor dem Sprung an die Tabellenspitze der tipp3-Bundesliga. Bei einem Sieg im Nachtragsspiel am Mittwoch im Hanappi-Stadion gegen Sturm Graz stünde die Truppe von Peter Pacult dank des besseren Torverhältnisses vor Salzburg auf Platz eins.

Für Pacult wäre die Übernahme der Spitzenposition dennoch keine große Genugtuung, sondern nicht viel mehr als eine Momentaufnahme. "Abgerechnet wird nach 36 Runden, nicht nach 16. Wir haben sehr schwere Spiele vor uns", erklärte der 50-Jährige mit Blick auf das anstehende Programm.

Auf das Sturm-Match folgt am Sonntag das Gastspiel in Salzburg, am darauffolgenden Mittwoch geht es auswärts gegen den Hamburger SV um die letzte Chance auf den Europa-League-Aufstieg. Gegen die restlichen drei Gegner in diesem Kalenderjahr (Kapfenberg/5. Dezember, Ried/12. Dezember, Celtic/17. Dezember) tritt Rapid vor eigenem Publikum an.

Rapid sparte im Derby sogar Kräfte
Immerhin konnten es sich die Rapidler angesichts des Spielverlaufs im Derby leisten, Kräfte für die bevorstehenden schwierigen Aufgaben zu sparen. Pacult brachte in der 55. Minute beim Stand von 3:0 und nummerischer Überlegenheit einen rechten Flügel (Christopher Trimmel) für einen Stürmer (Rene Gartler). "Ich wollte die Seiten und die Mitte zumachen", erklärte der Coach, der bis Jahresende auf Branko Boskovic (knöcherner Kapselausriss in der rechten Schulter) verzichten muss. "Man hat von der Bank ein Knacksen gehört", erzählte der Trainer.

Austria-Abwehr desolat
Möglicherweise auch aufgrund der Boskovic-Verletzung verzichtete Pacult trotz des Prestigeerfolgs auf große Jubelmeldungen. "Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber es hat gereicht", meinte der Wiener, dem nach eigenen Angaben so mancher Fehler aufgefallen war. Auf öffentliche Kritik verzichtete er aber, dies sei nach einem 4:1 im Derby unpassend. Dass die Rapidler relativ einfach zum Sieg kamen, lag vor allem an den Aussetzern der Austria. So patzte Keeper Szabolcs Safar schon nach wenigen Minuten bei einer Freistoßflanke von Steffen Hofmann schwer (5.).

Für die endgültige Entscheidung sorgt Jacek Bak, der zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst den Ball unbedrängt an Nikica Jelavic verlor und den Kroaten danach umriss - Schiedsrichter Fritz Stuchlik entschied auf Rot wegen Torraubs, Hofmann versenkte den Freistoß zum 3:0 und die Partie war gelaufen. "Ich bin schwer enttäuscht, um nicht zu sagen angefressen. Wenn man solche Geschenke verteilt, braucht man nicht mehr viel zu analysieren", schimpfte Austria-Betreuer Karl Daxbacher.

Nach dem dritten Gegentor hatte der Niederösterreicher sogar noch eine schlimmere Abfuhr befürchtet. "Wenn Rapid da mit mehr Nachdruck gespielt hätte, wäre die Niederlage vielleicht historisch geworden", vermutete Daxbacher.

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(Bild: KMM)



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