4:1 im "St. Hanappi"

Rapid ist nach Sieg im Derby wieder die Nummer 1 in Wien

Fußball
22.11.2009 18:24
Rapid ist seit Sonntag wieder die Nummer eins in Wien. Die Hütteldorfer entschieden das 291. Wiener Derby gegen die Austria völlig verdient mit 4:1 für sich und zogen damit in der Tabelle am Erzrivalen vorbei. Mit einem Sieg am Mittwoch im Nachtragsspiel gegen Sturm Graz können Steffen Hofmann und Co. aufgrund des besseren Torverhältnisses nun auch die Tabellenspitze von Meister Red Bull Salzburg übernehmen.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten Steffen Hofmann (5./Freistoß) und Nikica Jelavic (17.) den Grundstein zum Sieg. Nach einer Roten Karte für Austrias Jacek Bak traf Hofmann mit seinem achten Saisontreffer zum 3:0 (47.). Den Gästen, die damit weiterhin seit dem 2. Mai 2004 (2:1) im Hanappi-Stadion sieglos sind, gelang durch Matthias Hattenberger (56.) nur der Ehrentreffer. In der Schlussphase sorgte Hamdi Salihi noch für das 4:1 (89.) und für den höchsten Liga-Derby-Sieg für Rapid seit 10. März 1990 (6:3).

Meinungen zum Spiel findest du in der Infobox!

Rasantes Spiel im ausverkauften "St. Hanappi"
Zum Abschluss der 16. Runde bekamen die 17.800 Fans im ausverkauften Hanappi-Stadion eine packende Partie geboten. Die Hausherren verzeichneten dank grobem Schnitzer von Austria-Goalie Safar einen Traumstart. Der gebürtige Ungar verschätzte sich bei einer Hofmann-Freistoßflanke aus mehr als 30 Metern und musste schon nach fünf Minuten das erste Mal hinter sich greifen.

Keine Viertelstunde später war die Partie bereits vorentschieden. Unmittelbar nachdem der nach einem grippalen Infekt wieder vollkommen fitte, Payer einen Acimovic-Schuss weggefaustet hatte, kam der Ball via Boskovic-Idealflanke in den Rücken der Austria-Abwehr zu Jelavic und der Kroate ließ Safar mit einem Hechtkopfball keine Chance (17.).

Blitz-Tor nach der Pause
Zur Pause wollte Austria-Coach Karl Daxbacher, der zu Beginn mit Almer, Baumgartlinger, Dragovic und Klein gleich vier A-Teamspieler auf der Bank gelassen hatte, mit der Einwechslung von Diabang als zweite Spitze frischen Schwung bringen. Die taktische Variante war allerdings schon nach rund 30 Sekunden zu vergessen: Bak riss den durchbrechenden Jelavic nach einem Eigenfehler nieder und bekam von Schiedsrichter Stuchlik zu Recht die Rote Karte präsentiert. Mit dem verhängten Freistoß, der über die Mauer hinweg genau im Kreuzeck landete, versetzte Kapitän Hofmann (47.) den Violetten endgültig den Todesstoß.

Die Gäste steckten aber trotz der numerischen Unterlegenheit nicht auf und kamen auch zumindest zum Ehrentreffer. Nach einem Acimovic-Freistoß drückte Hattenberger den Ball volley über die Linie (56.). Die Rapidler begnügten sich in Anbetracht der bevorstehenden zwei richtungsweisenden Wochen mit den Spielen gegen Sturm Graz (Mittwoch/Nachtrag), Salzburg (Sonntag/Meisterschaft) und dem Hamburger SV (2. Dezember/Europa League/beide auswärts) mit dem Verwalten des Resultats.

Jelavic (66.), Kavlak und Trimmel (81.) fanden bei den besten Chancen in der zweiten Hälfte ihren Meister in Safar, ehe Salihi in einer Aktion zweier Einwechselspieler nach schöner Vorarbeit von Kavlak noch auf 4:1 (89.) erhöhte. Rapid hat nach dem 121 Derby-Sieg (bei 65 Remis und 105 Niederlagen/Torverhältnis 562:476) nun von den jüngsten 32 Liga-Partien im eigenen Stadion nur zwei verloren.

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 4:1 (2:0)
Hanappi-Stadion, 17.800, SR Stuchlik

Torfolge:
1:0 (5.) Hofmann (Freistoß)
2:0 (17.) Jelavic
3:0 (47.) Hofmann (Freistoß)
3:1 (56.) Hattenberger
4:1 (89.) Salihi

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan (85. Salihi), Boskovic (34. Kavlak) - Gartler (55. Trimmel), Jelavic

Austria: Safar - Standfest, Bak, Ortlechner, Suttner - Hattenberger - Sulimani (75. Klein), Junuzovic, Liendl (46. Diabang), Acimovic - Schumacher (49. Dragovic)

Rote Karte: Bak (46./Notbremse)
Gelbe Karte: Kulovits

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(Bild: KMM)



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