Mi, 17. Oktober 2018

Dokument unterzeichnet

12.06.2018 05:53

Dieser Handschlag schreibt Geschichte!

Historischer Handschlag beim Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Dienstag in Singapur: „Es ist besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können, Spitzenklasse“, freute sich Trump. Und Kim stellte in Aussicht, dass „die Welt große Veränderungen sehen wird“. Der Gipfel hatte in freundlicher Atmosphäre begonnen. Die beiden Machthaber einigten sich zudem auf eine Vereinbarung und unterzeichneten ein Dokument. Er erwarte sehr bald den Beginn des Denuklearisierungsprozesses in Nordkorea, erklärte Trump.

Trump hatte bereits vor dem Treffen die Erwartung geäußert, dass der Gipfel zu einem „großartigen Erfolg“ werden werde. Auch gehe er davon aus, dass er eine „großartige Beziehung“ zu Kim haben werde. Daran habe er „keinen Zweifel“, sagte der US-Präsident. Unmittelbar vor den Beratungen hatte Trump getwittert: „Wir werden bald alle wissen, ob es anders als in der Vergangenheit einen wirklichen Deal geben kann oder nicht.“

Kim: Weg zu Treffen „nicht leicht gewesen
Der nordkoreanische Machthaber sagte seinerseits, der Weg zu diesem Treffen sei „nicht leicht“ gewesen. Im Weg gestanden hätten „die alten Vorurteile und Praktiken“. Doch seien diese Hindernisse überwunden worden, „und wir sind heute hier“. Trump pflichtete den Bemerkungen seines Gesprächspartners bei: „Das ist wahr.“

Der rund 15 Sekunden lange Händedruck für die Geschichtsbücher wurde von weiterer freundlicher Körpersprache begleitet: Die beiden Staatenlenker fassten sich gegenseitig an die Arme und lächelten. Nach ihrer Begrüßung und den Statements für die Medien zogen sich Trump und Kim zu einem Vieraugengespräch zurück, bei dem sie nur eine Übersetzerin und einen Übersetzer an ihrer Seite hatten.

Vieraugengespräch dauerte 38 Minuten 
Dieses Auftaktgespräch endete nach 38 Minuten. Die Gespräche liefen „sehr, sehr gut“, sagte Trump im Anschluss daran. „Exzellentes Verhältnis“, betonte der US-Präsident. Direkt danach begannen Gespräche in erweiterter Runde, bei denen US-Außenminister Mike Pompeo, Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater John Bolton sowie auf nordkoreanischer Seite der berüchtigte frühere Geheimdienstchef und einflussreiche Berater General Kim Yong Chol sowie Außenminister Ri Yong Ho teilnahmen. Anschließend kamen beide Delegationen zu einem Arbeitsessen zusammen.

Bei dem Gipfel geht es um den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und die Friedensperspektiven auf der Koreanischen Halbinsel. Es ist das erste Mal, dass sich ein amtierender US-Präsident und ein nordkoreanischer Machthaber treffen. Jahrzehntelang galt eine derartige Begegnung als undenkbar, doch Trump hatte sich im März überraschend zu einem Gipfel bereit erklärt. Trumps Vorgänger verfolgten stets die Linie, es könne kein Treffen mit einem Herrscher aus Pjöngjang geben, ohne dass dieser zuvor offiziell von seinem Rüstungs- und Atomprogramm ablässt. Die früheren US-Präsidenten scheuten sich überdies, den Machthaber des international isolierten Landes diplomatisch derart aufzuwerten, wie es Trump nun tut.

Zweifel an der Strategie des US-Präsidenten
Die Strategie Trumps ist nicht unumstritten. So kamen in US-Medien Zweifel auf, ob die USA bei dem Gipfel entscheidende Fortschritte erzielen könnten. Nahrung erhielten die Spekulationen durch eine Aussage des US-Präsidenten, er werde bereits am Dienstagabend wieder nach Washington fliegen. In früheren Planungen war von Mittwoch die Rede gewesen.

In einem wütenden Tweet wies Trump in der Früh seine Kritiker zurecht. „Wir haben unsere Geiseln (zurück), die Tests, die Forschung und alle Raketenabschüsse sind gestoppt“, schrieb Trump. „Und diese Experten, die mir von Anfang an Fehler vorwarfen, haben nichts anderes zu sagen“, fuhr er fort. Mit dem Hinweis auf die Geiseln bezog sich Trump auf drei US-Bürger, die im Mai aus der Haft in Nordkorea freigelassen worden waren.

Trump nach Eklat beim G7-Gipfel unter Druck
„Eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung auf der Koreanischen Halbinsel ist das einzige Ergebnis, das die USA akzeptieren werden“, gab Außenminister Mike Pompeo als Messlatte vor. „Wenn sich die Diplomatie nicht in die richtige Richtung bewegt, werden die Sanktionen verschärft.“ Nach dem Eklat am Wochenende auf dem Gipfel der sieben großen Industrienationen (G7) in Kanada stand Trump zusätzlich unter Druck, einen Erfolg zu erreichen.

Nordkorea wünscht starke Sicherheitsgarantien durch die USA sowie eine Aufhebung der scharfen Sanktionen, die die Vereinten Nationen und auch die USA - einseitig - als Reaktion auf seine Atom- und Raketentests verhängt haben. In einem Entgegenkommen hatte Kim im April einen Atom- und Raketenteststopp erklärt und verkündet, sich künftig auf die Wirtschaftsentwicklung konzentrieren zu wollen. Politisch will das Land diplomatische Beziehungen zu den USA. 

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