Nagl ist überzeugt

„Olympia-Chancen für Graz deutlich gesteigert“

Steiermark
11.06.2018 06:30
Porträt von Gerald Richter
Von Gerald Richter

Die Schweizer haben sich aus dem Olympia-Rennen verabschiedet - bei einer Volksabstimmung sagte die Mehrheit „Nein“. Für die olympischen Träume von Graz und Schladming ist dieses Ergebnis ein gewaltiger Schub, galten die Schweizer doch als harte Konkurrenten. Der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl sieht denn auch deutlich gestiegene Chancen. Und: Die Kosten sollen bald auf dem Tisch liegen.

In der Schweiz ging es vor allem ums liebe Geld - bis zu 86 Millionen Euro wollte der Kanton Wallis in die Olympischen Winterspiele 2026 investieren. 54 Prozent der Bürger wollten das aber nicht. Ums Geld wird es auch in der Steiermark noch gehen. Die Kosten für Olympia in Graz und Schladming sind vorerst aber unklar. „Bis etwa Ende Juni“, so Markus Pichler, Koordinator der steirischen Bewerbung, „wird die Machbarkeitsstudie vorliegen, dann wird es auch eine Kostenschätzung geben“.

Nagl sehr optimistisch
 Neben Schweden mit Stockholm galten ja die Schweizer als die härtesten Konkurrenten von Graz und Schladming - jedenfalls, wenn man den Beteuerungen des IOC (Internationales Olympisches Komitee) Glauben schenken will, dass 2026 schlanke, nachhaltige und kostengünstige Spiele abgehalten werden sollen.

Der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl ist sehr zuversichtlich: „Wenn die Schweiz jetzt wegfällt, dann steigert das die Chancen von Graz und Schladming mehr als deutlich. Ich sehe uns auch im Vorteil gegenüber der Bewerbung von Stockholm, allein weil dort die Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten so enorm sind. Mailand sehe ich ebenfalls nicht vor uns.“

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