Mi, 12. Dezember 2018

Mordfall Susanna

09.06.2018 20:38

Ali B. ist wieder zurück in Deutschland

Die Jagd nach Susannas Mörder hat am Wochenende ein rasantes Ende genommen: Nur einen Tag nach seiner Festnahme im Nordirak ist der mutmaßliche Vergewaltiger und Mörder Ali B. am Samstag nach Deutschland ausgeliefert worden. Begleitet von Spezialkräften der Bundespolizei landete der 20-Jährige um 20.35 Uhr mit einer Lufthansa-Maschine in Frankfurt am Main.

Der Asylwerber hatte nach seiner Festnahme im Irak zugegeben, die 14 Jahre alte Susanna F. in Wiesbaden getötet zu haben. Nach dem abscheulichen Mord floh Ali B. mit seiner Familie am 2. Juni in den Nordirak, wo er sich in seinem Heimatdorf Sacho versteckt hielt.

Vergeblich - er wurde von einem Mitglied seiner eigenen Familie verraten. „Nachdem wir dieser Person gesagt hatten, dass Ali B. im Verdacht steht, ein junges Mädchen in Deutschland umgebracht zu haben, entschlossen sich die Verwandten zu kooperieren“, sagte Polizeioffizier Tarik Ahmed der „Bild“-Zeitung. Am Freitagmorgen wurde der 20-Jährige von einer Anti-Terror-Einheit festgenommen und ins Gefängnis nach Erbil überstellt.

Lange dauerten die Verhandlungen zwischen Deutschland und dem Irak über das weitere Schicksal des Mörders dann nicht: Das Flugzeug mit Ali B. an Bord landete bereits am Samstagabend in Frankfurt am Main. Neben dem Mörder von Susanna befand sich auch Dieter Romann, Chef der deutschen Bundespolizei, in der Lufthansa-Maschine. Er war in den Irak geflogen, um den Mordverdächtigen höchstpersönlich abzuholen. Bashar soll unmittelbar nach seiner Ankunft in Deutschland vernommen werden. Am Sonntag werde er dann dem Haftrichter vorgeführt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Kanzlerin Angela Merkel lobte den schnellen Einsatz der Einsatzkräfte im irakischen Erbil und die Kooperation mit den deutschen Behörden am Samstag ausdrücklich. Es sei gut, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden im Irak so gut funktioniert habe. „Wir können nur zusammenleben, wenn wir uns alle an Recht und Gesetz halten“, so die deutsche Kanzlerin, die wegen dem Sex-Mord an Susanna ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war.

Mutter von Ali B.: Das kann doch alles nicht wahr sein
Unterdessen reagierte auch die Mutter von Ali B. auf die Vorwürfe. „Das ist schwer zu glauben, das kann doch alles nicht wahr sein“, sagte die Frau am Samstag in Sacho der Deutschen Welle. Ihr Sohn habe ihr versichert, sich nicht an die Tat erinnern zu können, weil er zu betrunken gewesen sei.

Zur überhasteten Ausreise der Familie erklärte die Mutter, diese habe nicht das Ziel gehabt, ihren Sohn vor der Strafverfolgung zu bewahren. Vielmehr habe ihr schwer kranker Mann den Wunsch gehabt, Deutschland schnell zu verlassen, damit er in der Heimat in Frieden sterben könne. „Ich wollte nicht, dass er im Ramadan in der Fremde stirbt und ich dann ein schlechtes Gewissen habe“, so die Frau.

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