Fr, 19. Oktober 2018

7000 Tiroler betroffen

05.06.2018 11:04

Spielsucht beginnt oft mit einem Gewinn

Das Glück ist flüchtig. Doch die rund 7000 Spielsüchtigen in Tirol glauben, es festhalten zu können. Dabei schlittern sie immer weiter ins Verderben. Der Beratungsverein BIN bietet nun eine Gruppentherapie für Betroffene an.

„Die Spielsucht beginnt oft mit einem Gewinn und der Illusion, das selbstbestimmt steuern zu können.“ Prof. Christian Haring, Obmann des Vereins sucht.hilfe BIN (Beratung, Information, Nachsorge), bringt auf den Punkt, worum es beim pathologischen Umgang mit Glücksspiel geht.

Bis Betroffene ihre Sucht einsehen, ist häufig schon viel zerstört: Geld weg, Familie zerrissen, Freunde verloren. Der Verein BIN mit seinen elf Standorten in ganz Tirol bietet Hilfesuchenden Einzelbetreuung. Neu im Angebot ist eine Gruppentherapie, die vorerst aber nur in Innsbruck stattfindet. Begleitet von zwei Psychotherapeuten lernen Spielsüchtige, ihre Krankheit zu erkennen und sich dagegen zu wappnen. „Die Stärke dieser Sucht wird oft unterschätzt. Betroffene haben sogar körperliche Symptome“, erklärt Gruppen-Leiterin Hildegard Seebacher. Ihr Kollege Alf Gundel ergänzt: „Wir raten Betroffenen, die Treffen zumindest ein Jahr lang regelmäßig zu besuchen.“ Die Gefahr eines Rückfalls sei bei Spielsucht sehr hoch. BIN plant, das Angebot auf je eine Therapie-Gruppe im Ober- und im Unterland zu erweitern.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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