Mo, 18. Juni 2018

Kein Morversuch

31.05.2018 13:54

Streit eskaliert: Freundin stach mit Messer zu

Sie soll ihn immer wieder geschlagen und getreten, er sie an den Haaren gezogen haben - doch die Liebe zwischen einer Unterländerin (50) und einem gebürtigen Holländer war größer. Bis im November 2017 einer der vielen Streits völlig eskalierte und sie ihrem Lebensgefährtin ein Messer in den Bauch stach...

„Meine Mandantin ist keine mordlustige Furie, sie ist vielmehr in einen Schulden-Streit ihres Lebensgefährten geraten“, schilderte der Verteidiger der Frau Mittwoch am Innsbrucker Landesgericht. Daher habe der 49-Jährige die Angeklagte auch sehr aggressiv empfangen, als sie nach einer Lokaltour angetrunken in die gemeinsame Wohnung in Westendorf zurückkam. „Er hat am Balkon laut gebrüllt, dass ich ihn abstechen wolle. Vielleicht hat er alles inszeniert und wollte mich nur loswerden“, meinte die beliebte Kellnerin. Wenig später bekam der Holländer tatsächlich ein Küchenmesser, mit dem die Frau gerade ihre Jause vorbereiten wollte, in den Bauch gerammt. „Er hat mich wie so oft an den Haaren gezogen, da hat offenbar die Hebelwirkung eingesetzt. Ich wollte ihn nicht verletzen“, schluchzte die 50-Jährige. Laut Gerichtsmediziner Walter Rabl sei es allerdings eher unwahrscheinlich, dass der Stich in den Bauch passiv durch eine Abwehrhaltung passiert sein könnte.

Wegen schwerer Körperverletzung verurteilt
Für die Geschworenen war die Tat dennoch einstimmig kein Mordversuch. Die Unterländerin wurde wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren - 18 Monate davon bedingt - verurteilt. Nicht rechtskräftig.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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