Sa, 20. Oktober 2018

Weniger Müll

30.05.2018 05:00

Verbot für Plastikgeschirr: Steiermark macht‘s vor

Geht es nach dem Wunsch der EU-Kommission, dann werden Plastikgeschirr und -besteck bald verboten; wir berichteten. In der Steiermark wird schon seit mehr als 15 Jahren „g’scheit gefeiert“: mit Porzellantellern, Metallbesteck, Gläsern und Mehrwegkunststoffbechern. 300 bis 400 solcher Veranstaltungen gibt es pro Jahr.

Zur Landesausstellung in Weiz 2001 wurde die Initiative ins Leben gerufen, Projektleiter Erich Gungl von der Landes-Fachabteilung 14 hat sie von Anfang an begleitet. „,G’scheit feiern‘ ist konstant gewachsen, auch die Menge an Geschirr. Wir könnten Veranstaltungen mit bis zu 100.000 Besucher machen“, erzählt Gungl.

Zwölf Geschirrwaschmobile stehen zudem zur Verfügung. Das Ausborgen von Tellern und Besteck erfolgt über die regionalen Abfallwirtschaftsverbände. In erster Linie sind es Feste im ländlichen Raum (Vereine, Schulen, Erntedank usw.), die das Angebot nutzen.

Um bis zu 90 Prozent weniger Abfall
Um offiziell „g’scheit“ zu feiern, muss noch mehr erfüllt sein: Steirische Produkte - im Idealfall in Bio-Qualität - stehen auf der Speisekarte, auf Portionsverpackungen (Milchkapsel, Zuckerpackerl usw.) wird ebenso verzichtet wie auf Getränkedosen und Kaffeepads. „Der Aufwand, um das Gelände zu reinigen, ist viel geringer - ein Vorteil für die Veranstalter“, sagt Gungl.

Der Erfolg gibt der Initiative recht: Bis zu 90 Prozent des Mülls können vermieden werden. „Gerade in der Natur sollte es keine Abfallberge geben“, betont Gungl. Europa kann sich hier ein Beispiel nehmen!

Jakob Traby
Jakob Traby

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