Doping

Schönfelder positiv getestet!

Sport
16.04.2004 10:25
Dopingskandal um Salom-Ass Rainer Schönfelder. Um bei den österreichischen Meisterschaften trotz Grippe starten zu können, nahm unser Weltcupsieger laut eigenen Angaben das Grippemittel "Influbene" - darin sind allerdings Substanzen enthalten, die auf der Dopingliste stehen.
Am 27. März wurde bei Rainer Schönfelderroutinemäßig eine Dopingkontrolle durchgeführt.Das überraschende Ergebnis der A-Probe: positiv!
 
Schönfelder gibt an, sich vor der Einnahmeder Tabletten über eine Anti-Doping-Broschüre informiertzu haben. "Influbene C" ist dort als erlaubtes Medikament angeführt.
 
Scheinbar dürfte Schönfelder aber einanderes "Influbene"-Mittel erwischt haben: "Ich war im guten Glaubender Meinung, dass die Tabletten dem in dieser Liste erlaubterMedikamente genannten Influbene C entsprechen."
 
Nach dem ÖM-Slalom wurde Schönfelder dannzur Dopingkontrolle bei Dr. Karl-Heinz Demel gerufen: "Ich habedort angegeben, dass ich wegen meiner Verkühlung Influbenegenommen habe. Dr. Demel hat das auf die Liste gschrieben - unddas war's dann auch".
 
Schönfelder gibt Fehler zu
In einer Presseaussendung erklärt Schönfelderweiter: "Ich hatte extra noch bei den erlaubten Medikamenten nachgeschautund Influbene steht dort drauf. Leider habe ich - wie sich jetztherausstellte - übersehen, dass es verschiedene Influbene-Medikamentegibt und ausgerechnet das bei uns handelsübliche Pärparatenthält Etilefrin. Mein Fehler, keine Frage, dazu stehe ich!ich hätte halt noch ein paar Mal beim Teamarzt anrufen sollen,aber mir ist es einfach schlecht gegangen, und ich war überzeugt,etwas Harmloses zu verwenden. ich hoffe, dass jedem klar ist,dass hier eine Verwechslung vorliegt, die mit Doping einfach nichtszu tun hat - schließlich bin ich während der gesamtenWeltcupsaison mehrfach getestet worden".
 
"Schöni" hofft auf Einsehen
Schönfelder argumentiert weiter: "Ich hoffe,dass niemand ernsthaft glauben wird, dass ich für das allerletzteRennen des Winters, bei dem es für mich um gar nicths mehrgeht, bewusst irgendwelche verbotenen Substanzen einnehmen würde.Es ist ja durch die B-Probe bestätigt worden, dass ich nichtsweiter als das getan habe, was jeder Verkühlte täte:ein unbedenlich scheinendes Medikament aus der Hausapotheke nehmen!"
 
Bis zu 2 Jahre Sperre drohen
Dennoch drohen Schönfelder im schlimmsten Falljetzt bis zu zwei Jahre Sperre - dieses Strafmaß sieht dieWelt-Anti-Doping-Agentur vor ein solches Vergehen vor. Nur unterbestimmten Voraussetzungen kann die Sperre reduziert werden odersogar ein Freispruch erfolgen - auf Schönfelder wartet jetztjedenfalls ein steiniger Weg.
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(Bild: KMM)



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