Mo, 22. Oktober 2018

Anwärter Gschnitz

16.05.2018 09:03

Zum Jubiläum ein neues Bergsteigerdorf in Tirol

Zehn Jahre ist es her, dass in Ginzling unter der Schirmherrschaft des Alpenvereins die Vereinigung der Bergsteigerdörfer aus der Taufe gehoben wurden. Orte, die naturnahen Tourismus leben. 24 Bergsteigerdörfer gibt es heute, sechs in Tirol. Zum Jubiläum könnte mit Gschnitz ein neues Bergsteigerdorf dazukommen.

Sie sind klein, sie sind urig, sie sind eingebettet in eine eindrucksvolle Bergwelt. Vor allem sind sie aber von Massentourismus verschont geblieben und setzen nicht auf weiter, höher, spektakulärer. Das ist das Markenzeichen der Bergsteigerdörfer des Alpenvereins, die es mittlerweile auch in Deutschland, Südtirol und Slowenien gibt.

„Das Nichts ist wertvoll“
Neben Ginzling, Sellraintal, Tiroler Gailtal, Vent und Villgratental gehört St. Jodok mit Schmirn- und Valsertal zu den Tiroler Bergsteigerdörfern. „Das Nichts ist wertvoll. Es gibt Urlauber, die genau das suchen“, berichtet Helga Beermeister vom TVB Wipptal von überdurchschnittlich steigenden Gästezahlen rund um St. Jodok: „32 Prozent mehr Nächtigungen seit dem Beitritt 2012.“

Strenge Kriterien
Das Nichts allein ist es aber nicht, das die Bergsteigerdörfer ausmacht. Liliana Dagostin von der Abteilung Raumplanung im Alpenverein weist auf die strengen Kriterien für die Aufnahme hin: „Keine großen Skigebiete, keine Autobahn vor der Tür, keinen intensiven Tourismus.“ Dörfliche Strukturen und viele Wandermöglichkeiten gehören zum Soll. Das Beispiel Kals am Großglockner zeigt, dass es dem ÖAV ernst ist. Kals wurde der Titel wegen der Skiverbindung zu Matrei und dem Bau des Gradonna Mountain Resort aberkannt.

Bald Gschnitz mit im Boot?
Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora bestätigt, dass es aktuell einen Tiroler Anwärter gibt. Gschnitz will in die Riege der Bergsteigerdörfer aufgenommen werden. Die Vorzeichen dafür stehen gut.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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