Mi, 15. August 2018

Friseurin-Anekdoten

07.05.2018 05:53

Blick durchs Schlüsselloch auf Sisis Geheimnisse

Kaiserin Elisabeth verbrachte täglich drei Stunden mit ihrer Haarpflege. Das ist weithin bekannt. Was aber während dieser Stunden mit Hof-Friseurin Fanny Angerer geplaudert wurde, ist nicht überliefert worden. Diese Lücke möchte nun die österreichische Kulturwissenschaftlerin und Übersetzerin Wilma Pfeiffer schließen. In ihrem im April erschienenen Werk „Die wilde Kaiserin. Sisi in Geschichten und Anekdoten“ bietet sich dem interessierten Leser ein Blick durch das Schlüsselloch auf Sisis Geheimnisse, die bisher nicht bekannt waren.

Bereits der Titel verrät, dass es sich nicht um das Sachbuch einer Historikerin handelt, sondern vielmehr eine Sammlung von Anekdoten, Klatsch und Tratsch. Diese wurden Pfeiffer von der Großnichte Angerers überliefert, die einige Zeit in Wien die Nachbarin der Autorin war. Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ gibt Pfeiffer selbst zu, dass ihr die Geschichten manchmal zu wild vorgekommen seien: „Manchmal dachte ich, das kann doch jetzt nicht stimmen.“ Allerdings seien die Erzählungen bei nachfolgenden Recherchen stets durch andere Quellen bestätigt worden, weshalb Pfeiffer der „Fräulein Amalie“ alles glaubte.

Dabei sei es um Details über „Sisis Essgewohnheiten, ihre Haar- und Schönheitspflege, ihren Diät- und Schlankheitswahn, ihr Leiden am Wiener Hof, ihre Flucht aus dem strengen Hofzeremoniell und ihre angeblichen Liebschaften“ gegangen. Vieles wird der Leser bereits aus den Sisi-Filmen kennen. Einige Details sind aber durchaus neu, denn etliche Hofdamen sollen damals geklagt haben, dass die Hof-Friseurin wohl die Person gewesen sei, die den vertraulichsten Umgang mit der Kaiserin pflegte.

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