Mo, 17. Dezember 2018

Nach Gesetzesänderung

17.04.2018 16:45

Plus 56%: Riesiger Ansturm auf Privatkonkurse

Die neue Gesetzeslage mit der Abschaffung der Mindestquote hat nun zum erwarteten Anstieg bei den Privatkonkursen geführt: Im ersten Quartal gab es einen Anstieg um 56 Prozent auf 3109 Fälle. „Es wird heuer sicher ein Rekord werden mit über 10.000 Anmeldungen“, glaubt Insolvenzexperte Gerhard Weinhofer.

Viele Betroffene haben gewartet, bis die neue Privatinsolvenz im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist, daher jetzt der starke Anstieg. Dafür sank die Zahl der Privatkonkurse im Vorjahr auf das niedrigste Niveau seit 2006.

Nach fünf Jahren ist man schuldenfrei
Die durchschnittliche Höhe der Schulden ist von 70.000 auf 100.000 Euro explodiert, weil auch gescheiterte Selbstständige jetzt diese Art der Regulierung in Anspruch nehmen können. Nach fünf Jahren ist man schuldenfrei. Entweder wird ein Zahlungsplan mit den Gläubigern vereinbart oder (was zunimmt) man stimmt einer „Abschöpfung“ zu: Der gesamte pfändbare Einkommensteil geht an einen Treuhänder. Kommt dabei unterm Strich null heraus (z.B. weil Einkommen zu gering), ist man trotzdem entschuldet. Weinhofer: „Gläubigern ist zu raten, dass sie sich genau anschauen, mit wem sie Geschäfte machen.“

Neben Banken sind vor allem Versandhäuser und Telekom-Firmen bei Privatkonkursen die größten Gläubiger. Firmenpleiten stiegen im ersten Quartal übrigens nur um drei Prozent.

Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Geste gegen Goalie
Ronaldo-Kritik: „Ein Champion macht das nicht!“
Fußball International
Champions League
Auslosung: Alaba trifft auf Klopp, CR7 nach Madrid
Fußball International
Trainingsschnellste
Bestzeit! Ramona Siebenhofer in Gröden top
Wintersport
Emotionaler Appell
Meghans Vater hofft auf Machtwort der Queen
Video Stars & Society
krone.at-Sportstudio
Austria gegen Rapid und Rapid-Fans gegen Polizei
Video Show Sport-Studio
Tödliche Stromschläge
Smartphone kostete zwei Jugendliche das Leben
Elektronik
„Legion of Dawn“
„Anthem“: Neuer Trailer zum Action-Rollenspiel
Video Digital
Man. United im Tief
Symptomatisch! Fellaini schießt Security-Mann ab
Fußball International
Advent im Schwarzwald
Ravennaschlucht: Idylle im Wintermärchen
Reisen & Urlaub

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.