Mi, 12. Dezember 2018

Lösung in Sicht

25.03.2018 07:00

Lokalaugenschein beim Schüttdorf-Kreisel: Es staut

Es geht um nur 14 Quadratmeter Grund, die in Zukunft viel Autofahrer-Frust verhindern könnten. Der Kreisverkehr in Zell am See-Schüttdorf muss dringend ausgebaut werden. Der Grundeigentümer der kleinen Fläche legte sich bisher quer. Landesrätin Brigitta Pallauf überzeugte sich am Samstag selbst von der Lage.

Die Stelle ist ein Nadelöhr. Fast täglich staut es sich zu Stoßzeiten – teils bis Bruck zurück. Nicht auszudenken, wenn im Sommer auch die Urlauber-Blechlawine wieder rollt

Die Vorgeschichte ist bekannt: Anrainer und Skibob-Sportler Gerfried Seeber betreibt gleich angrenzend eine Waschstraße. Er soll das kleine Grundstück für die Erweiterung auf zwei Spuren abtreten. Dadurch könnten sich Autofahrer, die Richtung Zell am See zum Shoppingcenter abbiegen, auch viel früher auf die rechte Spur einreihen. Das spare Zeit, heißt es. Weil der Anrainer seine Fläche nicht verkaufen will, droht sogar die Enteignung. Ein Verfahren wurde schon eingeleitet.

Kleines Grundstück entscheidet über alles
Verschiedene Verkehrsplaner prüften den „Krisen-Kreisverkehr“ schon. Die Grünen im Pinzgau meinten jetzt: „Es geht auch ohne das Grundstück nur mit Areal, das der Stadt gehört.“ Die Zeller Gemeindevertreterin Irene Rieder-Schroll legte verschiedene Modelle vor. Die Grünen wollen auch ohne Entlastungsstraße auskommen und den Stau nur mit einem größeren Kreisverkehr abfedern.

Der Zeller Bürgermeister Peter Padourek (VP) spielte den Ball aber weiter: „Das ist Sache des Landes.“ Doch dort erteilten Experten dieser Idee gleich eine Absage.
Am Samstag machte sich Landesrätin Brigitta Pallauf selbst bei einem Lokalaugenschein in Schüttdorf ein Bild von der Situation - bei flüssigen Verkehr. An die Sommersaison wagen Staubetroffene im Pinzgau aber gar nicht zu denken. Pallauf: „Es ist mir vor jeder Entscheidung wichtig, selbst ein Bild zu haben.“ Das Gesprächsklima mit Eigentümer Gerfried Seeber sei konstruktiv, heißt es.

Knackpunkt ist die Zufahrt zur Waschstraße
Es spießt sich weiterhin an der Zufahrt zur Waschstraße. Im Moment können Autofahrer, die aus Richtung Zell am See kommen direkt einen Linksabbieger wählen. Ein zweispuriger Kreisverkehr sieht das primär nicht mehr vor. Ex-Landesrat Hans Mayr scheiterte mit Überredungsversuchen und sprach schließlich nur noch von Enteignung.
„Wir prüfen Vorschläge, wie die Zufahrt bleiben könnte“, heißt es  im Büro Pallauf. Eine Lösung ist denkbar, fixiert wurde aber noch nichts. Wieder sind die Techniker und Verkehrsexperten am Wort. Die Zeit bis zur Sommersaison drängt.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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