23.03.2018 09:12 |

Standortfrage

„Plan B“ fix: Ö3, Ö1 und FM4 ziehen auf Küniglberg

Ö3, Ö1 und FM4 ziehen auf den Küniglberg. Das ist nun (wieder) fix. Der ORF-Stiftungsrat beschloss am Donnerstag den Alternativplan für den zentralen Medienstandort des öffentlich-rechtlichen Senders. Der Beschluss fiel mit einer deutlichen Mehrheit. Dagegen stimmten drei Vertreter des Betriebsrats, drei Mitglieder enthielten sich. Einstimmig abgesegnet wurde indes der Gehaltsabschluss für 2018.

Das Alternativszenario für den zentralen ORF-Standort war notwendig geworden, weil die Widmungen für den eigentlich geplanten umfangreichen Neubau nicht gewährt wurden. Nun werden bestehende Gebäude teilweise abgerissen bzw. neu besiedelt. Damit sind keine neuen Widmungen nötig, heißt es in den Unterlagen zum „Plan B“.

Ö1 bekommt diesen zufolge einen eigenen „Pavillon“ dort, wo derzeit die Zentralwerkstätte steht. Gleich daneben befinden sich aktuell die Produktions- und Ausstattungshallen. Diese werden teilweise abgerissen und ein Neubau für Ö3, den multimedialen Newsroom und die Radio-Information errichtet. FM4 wiederum wird originale Bausubstanz besiedeln, nämlich den sogenannten Bauteil 2, wo einst die Mittelwelle logierte.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nennt das Projekt nun einen „Campus“, der sogar etwas mehr Fläche biete als der ursprüngliche Standortbeschluss. Die Sender erhielten ihrer Identität entsprechend jeweils einen eigenen Bereich. Unwägbarkeiten für die fristgerechte Umsetzung seien allenfalls vergaberechtliche Verzögerungen.

Kosten und Zeitplan
Die Kosten für das Projekt sollen im ursprünglichen Rahmen (Gesamtbudget 303,7 Millionen Euro) und Zeitplan (Fertigstellung bis Ende 2021) bleiben. Zugleich wird der Verkauf des Funkhauses in insgesamt vier Tranchen durchgeführt. In der Argentinierstraße residiert künftig nur mehr das Landesstudio Wien.

Gehalt für 2018 beschlossen
Einen Gehaltsabschluss für 2018 gibt es im ORF - nach langwierigen Verhandlungen - nun auch. Er wurde nach Vertragsgrundlage gesplittet abgeschlossen, im ORF gibt es ja mehrere Kollektivverträge, den jüngsten aus 2014. Grundsätzlich bewegt sich die Erhöhung bei 1,95 Prozent, wobei diese für ältere Kollektivverträge zum Teil nicht „nachhaltig“, also mit Einmalzahlungen, wirksam werde, erklärte Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser. Das sei „nicht unbedingt etwas, wo die Belegschaftsvertretung in die Hände klatscht“, meinte er. „Aber der Druck war enorm.“

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