Die Ansprache Schretters sei, so Spath, "nicht nur vom Inhalt her, sondern auch von Ton und Körpersprache" für jemanden, der in Uniform als sichtbarer Repräsentant der Republik Österreich anwesend sei, nicht akzeptabel. Spath weiter: "Ich kann als hochrangiger militärischer Repräsentant unseres Landes nicht widerspruchslos hinnehmen, wenn eine Volksgruppe oder ein Nachbarstaat pauschal attackiert werden."
Spath: "Grenzen in Köpfen abbauen"
Er wolle es nicht so weit kommen lassen, sich Fragen seiner Vorgesetzten beim Streitkräftekommando oder Verteidigungsministerium gegenüberzusehen, bei denen er in Argumentationsnotstand geraten würde. Er ehre das Gedenken an den Abwehrkampf und die Volksabstimmung von 1920, doch ebenso wichtig sei es, aus der Geschichte zu lernen, "Grenzen und Ressentiments in den Köpfen abzubauen und das Miteinander zu finden", betonte der Militärkommandant. Bei Schretters Ansprachen fehle dieses Verständnis aber.
BZÖ verärgert: "Persönliche Ressentiments"
Landtagsabgeordneter Roland Zellot (BZÖ) kritisierte die Ankündigung des Militärkommandanten: "Wir leben in einem freien demokratischen Land, wo jede Meinungsäußerung ohne Androhung von Sanktionen möglich sein muss." Das Bundesheer habe sich "immer durch Unterstützung der Traditionsverbände ausgezeichnet und es ist nicht einzusehen, dass diese durch persönliche Ressentiments von Herrn Spath nicht mehr gewährleistet sein soll", so Zellot, der darauf hofft, dass sich die Nebel noch lichten würden.
Erst im Herbst hatte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die Unterstützung des Bundesheeres für die traditionelle Ulrichsbergfeier im Vorfeld des 10. Oktober untersagt, die Veranstaltung wurde daraufhin abgesagt.









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