Sa, 23. Juni 2018

224.000 Euro

12.03.2018 18:00

So viele Privatpleiten wie noch nie

Die steirische Schuldnerberatung kommt kaum zum Durchschnaufen: In den ersten Monaten dieses Jahres hat es doppelt so viele Privatkonkurse gegeben als im Vorjahr. Von Experten wurde das aufgrund der Änderung des Insolvenzrechts ja erwartet. Das eigene Konsumverhalten ist Hauptgrund für finanzielle Notlagen.

Die „Krone“ hat es berichtet: 81 Privatpleiten wurden zu Jahresbeginn registriert, während es im Jänner 2017 nur 38 waren. Die Durchschnittsverschuldung beträgt laut dem AKV 242.000 Euro – so einen hohen Wert gab es noch nie! Grund für diese Rekordzahl an Insolvenzen ist eine neue Rechtslage, die etwa keine Mindestquote mehr vorsieht.

„Seit dieser Reform des Privatkonkurses ist die Zahl der Beratungsgespräche bei der Schuldnerberatung um mehr als 20 Prozent gestiegen“, berichtet deren Leiter Christof Lösch. Wickelte man im Jahr 2016 insgesamt 3218 telefonische Anfragen ab, waren es im Vorjahr bereits 3881. Die Zahl der Neuanträge nahm innerhalb eines Jahres um 31,3 Prozent zu. Hauptgründe für so manchen finanziellen Bauchfleck sind das eigene Konsumverhalten (zu teure Einkäufe, 22,5 Prozent der Fälle), aber auch Arbeitslosigkeit (21,5 Prozent).

„Die Schuldnerberatung ist ein wichtiges Instrument unserer aktiven Sozialpolitik“, zollt Landesrätin Doris Kampus der Arbeit der Finanzexperten Respekt.

Jakob Traby
Jakob Traby

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