"Ich war’s nicht. Ich hab sie nie besucht, ich weiß nicht, wo sie jetzt wohnt, kenne ihre Telefonnummer nicht. Wahrscheinlich aus Eifersucht, weil ich eine neue Freundin habe, zeigte sie mich an." So reagierte der Angeklagte (44), der am Dienstag vor Richter Norbert Hofer stand, auf die massive Anklage. Die ihm immerhin versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung der Ex-Freundin vorwarf. Allerdings demonstrierte seine ehemalige Lebensgefährtin, deren kontradiktorische Aussage über DVD abgespielt wurde, absolute Glaubwürdigkeit.
"Er tauchte am 10. März spät in der Nacht in der Dienstwohnung im Hotel, in dem ich arbeite, auf. Schon zuvor hatte er mich bei seinen Besuchen schwer bedrängt und genötigt, wieder zu ihm zurück zu ziehen", sagte das Opfer per Video-Einvernahme aus. Zuvor habe sie ihr Ex-Freund auch mit SMS schwer bedroht.
Nicht rechtskräftiges Urteil: Zwei Jahre Haft, davon 18 Monate bedingt. Begründung: Sie habe sich vom Angeklagten getrennt, nicht umgekehrt. Es gebe keinen einzigen Grund, an ihrer glaubwürdigen Aussage zu zweifeln. Zumal diese auch eine Freundin bestätigt hatte, der sich das Opfer gleich danach anvertraut hatte.
von Hans Licha, Tiroler Krone
Symbolbild









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.