So, 24. März 2019
14.10.2009 14:48

Fleißge "Frau Holle"

Seefeld "versinkt" im Oktoberschnee - Sölden bereit

Arktische Kaltluft hat weite Teile Tirols erfasst und im Nordstau erhebliche Schneemengen abgeladen. In Seefeld etwa kamen in der Nacht auf Mittwoch 23 Zentimeter Neuschnee dazu (siehe Bild) - so viel wie schon seit 37 Jahren im Oktober nicht mehr. Vor allem in Sölden freut man sich über den Wintereinbruch, die Weltcup-Rennen sind so gut wie gesichert.

Am meisten Schnee fiel am Mittwoch in den Nordalpen, dem Arlberggebiet und dem Außerfern sowie den Regionen entlang des Alpenhauptkammes. Auf 2.000 Meter Höhe wurden zwischen 75 und 110 Zentimeter Schnee registriert. Im übrigen Nordtirol waren es häufig um die 50 Zentimeter, in Osttirol weniger.

"In Seefeld muss man 37 Jahre zurück in die Vergangenheit gehen, um in den Daten mehr Schnee als heuer zu finden - und im Oktober 1972 lagen in Seefeld 63 Zentimeter", so Gerhard Hohenwarter von der ZAMG.

Alles klar für Weltcup in Sölden
Der Wintereinbruch in den Alpen hat den Veranstaltern des Weltcup-Openings in Sölden am 24. und 25. Oktober nicht nur Neuschnee, sondern auch ausreichend tiefe Temperaturen gebracht. Der Schneekontrolle durch den Internationalen Skiverband FIS am kommenden Freitag blickt man im Ötztal daher gelassen entgegen. "Die Weltcuprennen werden wegen Schneemangels nicht abgesagt. Wenn überhaupt, dann wegen zu viel Schnee", meinte Rennleiter Rainer Gstrein.

Der Rettenbachferner präsentiert sich mittlerweile in weiß, die seinerzeit und nach der bisher einzigen Absage 2006 installierten 24 Schneekanonen produzieren derzeit genau die richtige Menge und Qualität. "Wir beginnen mit der Endpräparierung mit sechs Leuten und steigern das in den kommenden Tagen auf rund 40 Personen, die auf der Piste arbeiten", berichtete Gstrein, der schon bei einer Sommersitzung im Juli angekündigt hatte, dass es in der Kalenderwoche 42 erstmals ernsthaft schneien werde.

Erste Lawinenwarnung
Die Experten des Tiroler Lawinenwarndienstes haben am Mittwoch zum ersten Mal in dieser Saison auf die Gefahr von Gleitschneelawinen hingewiesen. Insbesondere auf steilen, glatten Wiesenhängen sei Vorsicht geboten. Typisch für diese Jahreszeit würden noch "ausgeprägte Schwachschichten" innerhalb der Schneedecke fehlen. Somit könnten Grashänge oder Felsplatten als "Gleitflächen" dienen. Darüber hinaus seien Lockerschneelawinen aus steilen, von der Sonne beschienenen Hängen möglich.

Hüttenwirt eingeschneit
Auf der Innsbrucker Nordkette lag bereits am Dienstag rund ein Meter der weißen Pracht, auf der 1.487 Meter hoch gelegenen Höttinger Alm 45 Zentimeter. Hüttenwirt Bernhard Schlechter: "Wir sind gefangen. Der Weg ist unpassierbar, zudem herrscht Lawinengefahr." Für Schlechter  – er ist im Moment mit Sherpa Phurwa allein auf der Höttinger Alm – endet damit die Saison vorläufig abrupt. Die Zustiege sind von Lawinen bedroht, der Forstweg tief verschneit und zudem von umgestürzten Bäumen blockiert. Viele der Tiroler Alpenvereinshütten haben bereits geschlossen oder sperren dieser Tage zu. 

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