So, 22. Juli 2018

Chirurg suspendiert

03.03.2018 13:31

Kenia: Gehirn-OP am falschen Patienten

Folgenschwere Verwechslung in Kenia, wo derzeit eine Gehirn-Operation für Entsetzen sorgt: Ein Neurochirurg habe den „falschen Patienten“ operiert, teilte das traditionsreiche Kenyatta National Hospital in der Hauptstadt Nairobi am Freitagabend mit. Der Chirurg, ein Anästhesist, zwei Krankenschwestern und der Chef des Krankenhauses seien laut Gesundheitsministerin Sicily Kariuki nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert worden.

Laut einem Bericht der Zeitung "Daily Nation" waren am Sonntag zwei Männer in das Krankenhaus eingeliefert worden. Einer von ihnen musste sich ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernen lassen. Der andere Mann sollte wegen einer Schwellung am Kopf lediglich mit Medikamenten behandelt werden - doch er wurde operiert. Während des Eingriffs bemerkten die Mediziner, dass in dem Gehirn des Patienten auf dem OP-Tisch kein Blutgerinnsel zu finden war und dass sie ihn verwechselt hatten.

Das Krankenhaus äußerte "tiefstes Bedauern" über die Verwechslung und versprach, sich um den fälschlich operierten Patienten zu kümmern. Der Mann erhole sich derzeit gut.

Viele Negativschlagzeilen um traditionsreiches Spital
Das Kenyatta National Hospital ist das älteste und größte Krankenhaus in Kenia. Es fungiert auch als Universitätsklinik. Erst kürzlich hatte das Krankenhaus Negativschlagzeilen gemacht: Patientinnen berichteten von sexuellen Belästigungen durch Mitarbeiter, außerdem wurde ein Baby entführt.

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