02.03.2018 17:44 |

Über 5000 Euro Schaden

Zwei Volksschüler beschädigten rund 100 Gräber

Die Polizei hat zwei Volksschüler im Alter von sieben und acht Jahren ausgeforscht, die am 23. Februar am Friedhof von Neumarkt am Wallersee im Salzburger Flachgau Vasen, Laternen, Blumenkisten und Figuren an rund 100 Gräbern beschädigt haben. Außerdem zerrissen die beiden Burschen in der Kirche mehrere Seiten eines Messbuches, beschädigten am Friedhofsparkplatz einige Autos und montierten Kennzeichen ab.

Passiert sind die Taten in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr. Der Verdacht fiel auch dadurch relativ rasch auf Schüler der örtlichen Volksschule. Polizisten verglichen schließlich die am Friedhof gefunden Schuhabdrücke mit denen von mehr als 100 Personen und gingen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Dadurch reduzierte sich die Zahl der Verdächtigen auf vier bis fünf Personen - bis schließlich der Achtjährige mit hoher Wahrscheinlichkeit als vermeintlicher Vandale übrig blieb.

Mutter gab entscheidenen Hinweis
Wie ein Polizeisprecher zur APA sagte, sei von einer Mutter der entscheidende Hinweis gekommen. Die Frau sagte, dass einer der Buben in der Vergangenheit schon einmal einen ähnlichen Vandalenakt verübt hat. Der Schüler zeigte sich zunächst nicht geständig, legte aber einen Tag später im Beisein seiner Mutter ein reumütiges Geständnis ab. Dabei nannte er auch den Namen seines siebenjährigen Mittäters, der - mit dem Geständnis seines "Komplizen" konfrontiert - die Vandalenakte ebenfalls zugab.

Der entstandene Schaden übersteigt laut Polizei jedenfalls 5000 Euro. Ein verständliches Motiv für die Taten konnten die zwei Burschen nicht angeben.

 krone.at
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