07.10.2009 15:04 |

"Vienna Night Run"

13.500 Teilnehmer für den guten Zweck am Ring unterwegs

Rund 13.500 Laufbegeisterte haben die Wiener Ringstraße am Dienstagabend in eine fünf Kilometer lange Rennstrecke verwandelt. Im Mittelpunkt des dritten "Vienna Night Run" stand allerdings nicht die sportliche Höchstleistung, sondern der gute Zweck. Pro Startgeld (20 bis 25 Euro) gingen fünf Euro an die Organisation "Licht für die Welt". Mit dabei waren unter anderem die blinden Weltrekord-Läufer Francis Thuo Karanja und Henry Wanyoike aus Kenia. Den Startschuss gab Bundespräsident Heinz Fischer.

Mit den Einnahmen der Veranstaltung können rund 2.200 sehbehinderte Menschen in Entwicklungsländern operiert werden, betonten Organisator Hannes Menitz und "Licht für die Welt"-Sprecher Gabriel Müller. Mit 13.500 Laufbegeisterten kamen rund doppelt so viele Teilnehmer wie im Jahr 2008.

Weitere Bilder vom Laufevent findest du in der Infobox!

Messen können sich die Hobby-Läufer mit den weltweit besten blinden Athleten der vergangenen Jahre wie Henry Wanyoike. Letzterer hält die Bestleistung über 5.000 und 10.000 Meter. Er wurde am Dienstag vom österreichischen Ex-Sportler Michael Buchleitner gelotst, mit dem er 2004 gemeinsam den Paralympic-Sieg (5.000 Meter) holte. Wichtig sei ihm nicht das Gewinnen, sondern ein guter Lauf, betonte Wanyoike. Auch Francis Thuo Karanja ist kein Unbekannter: Er stellte 2007 in Graz eine neue Halbmarathon-Weltbestzeit auf. Nach dem "Vienna Night Run" will der Kenianer am Sonntag erneut beim Graz-Marathon starten und seinen Rekord verbessern.

Prominenz läuft mit
Auch heimische Sportgrößen wie Leichtathlet Martin Steinbauer und Marathonrekordlerin Andrea Mayr, die einen blinden Läufer begleiteten, sowie die Ex-Skirennläufer Hans Knauss und Matthias Lanzinger nahmen am "Vienna Night Run" teil. Mit dabei waren auch Prominente wie Moderatorin Chris Lohner, Schauspielerin Kristina Sprenger und das Ballett der Wiener Staats- und Volksoper.

Dank der barrierefreien Strecke konnten diesmal auch Rollstuhlfahrer mitmachen, hob "Licht für die Welt"-Sprecher Müller hervor. Besonders wichtig sei aber die Hilfe für Menschen mit Grauem Star, denen dank einer einfachen Operation das Augenlicht wieder gegeben werden könne: Sehbehinderte Menschen seien in Afrika ein Pflegefall, durch das Einsetzen einer Plexiglas-Linse verbessere man nicht nur ihre Lebensqualität sondern auch die der gesamten Familie.

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