„Halte nichts davon“

Kampusch: Reiterstaffel „würde Tiere gefährden“

Österreich
19.02.2018 16:10

Tierquälerei oder nicht? Die Debatte um die Einführung einer berittenen Polizeistaffel in Wien lässt die Wogen hochgehen. Tierschützer sind dagegen, viele Pferdeexperten und Reitsportler sind skeptisch, andere wiederum sehen darin eine gute Ergänzung des Sicherheitsapparates. Jetzt hat sich Natascha Kampusch auf Twitter dazu geäußert. Die 30-Jährige hält nichts davon, Pferde im Polizeidienst einzusetzen. 

Die Pläne von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) zur Einführung einer Reiterstaffel für die Polizei sind laut eigenen Angaben schon recht konkret. So will Kickl bereits "in Bälde" einen Testbetrieb starten. Wo die Tiere untergebracht und ausgebildet werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Neben den hohen Kosten, die eine Reiterstaffel verursachen würde, sind es vor allem Tierschutzaspekte, die von Kritikern als Gegenargumente gebracht werden.

Polizistinnen hoch zu Ross: Die berittene Einheit in München ist eine Erfolgsgeschichte. (Bild: Klemens Groh)
Polizistinnen hoch zu Ross: Die berittene Einheit in München ist eine Erfolgsgeschichte.

"Würde die Tiere gefährden"
"Es ist in Österreichs Städten nicht vonnöten und würde die Tiere möglicherweise auch noch gefährden", schrieb Natascha Kampusch am Montag auf Twitter. Damit schlägt sie in dieselbe Kerbe wie Markus Figl, Bezirksvorsteher des ersten Bezirks in Wien. "Es mag Einsatzmöglichkeiten geben, aber was einen Einsatz in der Inneren Stadt betrifft - außer bei ganz besonderen Situationen -, bin ich sehr skeptisch", meinte Figl zu Kickls Plänen.

Kickl ohne Helm auf Polizeipferd
Der Innenminister selbst war zuletzt bei der Münchner Polizei zu Gast, um sich einen Eindruck von der Reiterstaffel zu verschaffen. Dabei nahm er auch selbst im Sattel Platz, um gleich einmal das ruhige Gemüt der Polizeipferde zu testen. Denn ohne Helm und mit eher unpassendem Schuhwerk wäre ein Sturz wohl böse ausgegangen. Sollte eine Reiterstaffel tatsächlich in Wien eingeführt werden, wird diese hoffentlich besser ausgerüstet.

(Bild: APA/BARBARA GINDL)
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