Wohntraum

Kaufen oder mieten - was ist besser?

Wirtschaft
31.03.2011 19:07
Das Thema Wohnen ist für viele Menschen ein sehr zentrales: Das Zuhause bietet Sicherheit, eine Rückzugsmöglichkeit vom Alltag. Und es ist nicht zuletzt der Ort, an dem sich das Familienleben abspielt. Viele Menschen träumen natürlich davon, sich etwas Eigenes anzuschaffen – ihr Traumhaus oder ihre Traumwohnung. Doch in diesem Zusammenhang tauchen viele Fragen auf. Vor allem: Kauf oder Miete - was ist besser?

Die Rahmenbedingungen
Nicht umsonst ist es der Wunsch vieler Menschen, sich wirklich etwas Eigenes anzuschaffen. Denn auch wenn ein derartiges Vorhaben mit einigen Kosten verbunden ist, so überwiegen längerfristig dennoch die Vorteile – wenn gewisse Parameter für dich zutreffen. So ist Eigentum für dich nur dann das Richtige, wenn du auch bereit bist, sesshaft zu werden. Bist du eher der Typ, der alle paar Jahre die Veränderung sucht und gerne umzieht, dann ist Wohnungseigentum für dich eher ein Klotz am Bein. Schließlich ist es nicht so einfach, ein Eigentumsobjekt schnell wieder zu verkaufen und zu Geld zu machen.

Auch ist Miete für dich die bessere Entscheidung, wenn du deine finanziellen Verhältnisse gerade noch nicht im Griff hast oder weißt, dass schwierige Zeiten auf dich zukommen. Bist du arbeitssuchend, dann wird sich keine Bank finden, die deinen Wunsch finanziert. Weiters sollte schon etwas Kapital angespart sein, wenn du dich in ein derartiges Projekt begibst, damit die Umsetzung deines Wunsches leichter von der Hand geht. Mehr Infos zum Thema Finanzierung findest du in der Infobox.

Warum Eigentum?
In der Tat spricht, wenn die Rahmenbedingungen passen, vieles für den Erwerb eines Eigentumsobjektes. Du hast zwar in der Anfangszeit bedingt durch eine wahrscheinliche Finanzierung hohe Kosten, höhere Kosten als bei einem Mietobjekt zu tragen, dafür bietet dir ein Eigentumsobjekt in vielerlei Hinsicht eine Absicherung. Durch den Eintrag im Grundbuch wirst du rechtmäßiger Eigentümer einer realen Sache, die optimalerweise im Laufe der Jahre an Wert gewinnt. Während Mieten steigen, hast du bei einem ausfinanzierten Projekt nur mehr die Betriebskosten zu tragen, die sich in den meisten Fällen in einem moderaten Ausmaß bewegen. Willst du die Wohnung bzw. das Haus selbst nicht mehr nutzen, kannst du dieses vermieten und dir damit einen Zuschuss zu deinen Einnahmen sichern. Und ganz abgesehen von den objektiven Kriterien ist es subjektiv gesehen ein schönes Gefühl, sich etwas zu schaffen, das einem ganz gehören wird: Dein Reich, dein Zuhause.

Jedoch lauern beim Wohnungskauf auch einige Fallen. Achte bei der Suche darauf, ein Objekt in guter Lage auszuwählen, da diese maßgeblich für Wertsteigerung der Wohnung ist, und achte auf die Ausstattung und Anlage der Wohnung. Heute müssen sämtliche Objekte bereits über einen Energieausweis verfügen. Weist dieser ein Ergebnis am unteren Ende der Skala auf, solltest du von einem Kauf absehen, da das ohne weitere Maßnahmen sowohl den Wert der Wohnung als auch deine Lebensqualität sowie laufenden Kosten nachteilig beeinflusst.

Weiters solltest du bei den Kosten sehr genau sein: Wie viel fällt an Nebenkosten an? Verstehen sich die Preise inklusive Steuer oder ist diese noch hinzuzuzählen? Wie hoch sind die Betriebskosten? All das muss in deine Entscheidung mit einfließen. Auch ist speziell bei Eigentumswohnungen zu beachten, wie die Verwaltung erfolgt und wie viele Miteigentümer es bei dem Projekt gibt. Je mehr Eigentümer, desto schwieriger wird es, Entscheidungen für die gesamte Anlage herbeizuführen.

Wohnen in Miete?
Eine Mietwohnung bietet dir den Vorteil, dass du den Vertrag schnell lösen kannst, wenn dir etwas nicht passt oder nicht gefällt. Auch sind die monatlichen Kosten meist geringer als in den ersten Jahren des Eigentumserwerbes. Allerdings muss dir auch klar sein, dass du bei einer Mietwohnung zwar im Monat einiges zahlst, jedoch im Endeffekt nur ein Nutzungsrecht bekommst – du baust dir nichts auf, sondern zahlst einfach nur. Auch musst du Umzugskosten, Kautionen etc. in deine Kostenkalkulation mit einberechnen, um einen Vergleich zum Projekt "Eigentum" ziehen zu können.

Eine Alternative sind Genossenschaftsprojekte, bei denen du in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren in Miete wohnst, allerdings dann das Objekt zum Kauf angeboten bekommst. Sagst du zu, dann beginnt ab dann das Projekt "Eigentumserwerb". Willst du das Objekt nicht kaufen, dann läuft der Vertrag in Miete weiter.

Diese Form ist ein Kompromiss zwischen einer reinen Miet- und einer Eigentumswohnung, die es dir ermöglicht, eine Wohnung zur "Probe" zu bewohnen und erst zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden, ob du sie auch tatsächlich kaufen willst. Anfangs ist ein sogenannter Genossenschaftsbeitrag als Zuschuss zu den Errichtungskosten aufzubringen, den du aber zurückbekommst, wenn du ausziehst. Kaufst du die Wohnung, so wird dieser dem Kaufpreis angerechnet. Allerdings gibt es gewisse Einkommensobergrenzen in Abhängigkeit von der Familiengröße, die du nicht überschreiten darfst.

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