Die Situation war eskaliert, nachdem GAK-Routinier Roland Kollmann in Minute 76 für ein böses Foul die rote Karte sah. Etwa 30 "Fans" stürmten das Feld und bedrohten Referee Thomas Prammer. Der trat mit den Teams die Flucht in die Kabine an. Prammer: "Schon zuvor war ein Lustenau-Spieler von einem Feuerzeug getroffen worden. Nach dem Ausschluss war die Sicherheit nicht mehr gegeben."
Kürschner: "Securitys überfordert"
Fassungslos war GAK-Boss Toni Kürschner: "So ein Verhalten kann man nie und nimmer tolerieren. Wir haben zwar Security-Leute gehabt, aber die waren der Situation nicht gewachsen. Da wären wir wohl billiger weggekommen, wenn wir in der UPC-Arena gespielt hätten." Aus Kostengründen hatte man nämlich das Cup-Duell ins Trainingszentrum Weinzödl verlegt - eine falsche und teure Entscheidung. Klar ist, dass das Spiel zu Gunsten Lustenaus strafverifiziert wird und der GAK mit einer fetten Strafe rechnen muss. Die ÖFB-Statuten sehen bis zu 10.000 Euro vor - viel Geld für einen Klub, bei dem die Spieler seit längerer Zeit aufs Gehalt warten.
Unnötige Szenen schon beim Grazer Derby
Der GAK-Anhang war bereits am Dienstag unangenehm in Erscheinung getreten: Nach der Pleite im Derby gegen Sturms Amateure wollten einige Fanatiker den Sturm-Sektor stürmen. Bengalische Feuer wurden in die Menge geworfen.
von Marcus Stoimaier ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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