"Noch einiges drin"

Sturm schreibt EL-Aufstieg noch lang nicht ab

Steiermark
18.09.2009 12:16
Sturm Graz ist am Donnerstagabend denkbar schlecht in die Gruppenphase der Europa League gestartet. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den von der Papierform schwächsten Gegner der Gruppe F, Dinamo Bukarest, sind die Chancen für einen Aufstieg gleich zum Auftakt deutlich gesunken. Aber: "Es ist erst ein Spiel gespielt und noch einiges möglich!", sagt Kapitän Andreas Hölzl (Bildmitte). Die Hoffnung lebt.

Die Grazer hatten wegen des starken Regens vor allem mit dem tiefen Boden zu kämpfen und zogen im Gegensatz zur Meisterschaft ihr gefürchtetes Offensivspiel erst in der Schlussphase auf. Bis dahin war der 18-fache rumänische Meister ballsicherer, zweikampfstärker und angriffslustiger. Der entscheidende Treffer der Gäste durch Tamas (80.) fiel allerdings zum Leidwesen der mehr als 15.000 Fans in der ausverkauften UPC-Arena in der besten Phase der Steirer.

Einen detaillierten Spielbericht findest du in der Infobox!

Foda: "Können mit jedem mithalten"
"Wir waren am Ende dem 1:0 näher, haben aber ein dummes Tor kassiert, das nicht passieren darf", ärgerte sich Coach Franco Foda. Beim Deutschen überwogen allerdings nach der Niederlage die positiven Dinge. "In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft endlich so gespielt, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte", betonte Foda. Man habe gesehen, das man international mit jeder Mannschaft mithalten könne. "Ich bin überzeugt, dass wir den einen oder anderen Punkt holen werden", fügte der Coach hinzu.

Neuer Hoffnungsträger
Für die nötigen Tore soll auch Klemen Lavric sorgen, der bei seinem ersten Kurzauftritt für die "Blackies" in den letzten 20 Minuten für ordentlich frischen Wind gesorgt hatte. "Man hat gesehen, dass er schon auf einem sehr hohen Niveau gespielt hat, er hat die Mannschaft bereichert, war sehr ballsicher und hat sich gut durchgesetzt und die Mitspieler gut eingesetzt", lobte Foda den 25-fachen slowenischen Teamstürmer. Einzig ein Torerfolg blieb dem 28-Jährigen, der vor allem in Abwesenheit des weiterhin verletzten Sturm-Rekordtorschützen Mario Haas eine wichtige Alternative für die Grazer ist, versagt.

Lavric: "Müssen das Beste draus machen"
"Ich hätte ihm das Tor gegönnt. Er muss noch ein, zwei Wochen an sich arbeiten, dann wird er soweit sein, dass er uns wirklich weiterhilft", sagte Foda. Der Angreifer selbst, der von der guten Atmosphäre in Liebenau angetan war, trauerte den verlorenen Punkten nach. "Wichtig wäre zumindest ein Punkt gewesen, den haben wir leider nicht geholt, jetzt müssen wir das Beste daraus machen. Hoffentlich haben wir in Zukunft mehr Glück", analysierte Lavric.

Athen und Istanbul stehen an
Das werden die Grazer in den kommenden schweren Europa-League-Auswärtspartien beim Gruppe-F- und türkischen Tabellenführer Galatasaray Istanbul (1. Oktober) und Panathinaikos Athen (22. Oktober) auch bitter nötig haben. "Wir haben nicht so gespielt, wie wir es können. Wir müssen jetzt aber an uns glauben, dann werden wir auch die nötigen Punkte holen", meinte Hölzl.

Gratzei: "Hätten uns Remis verdient"
Die Enttäuschung war den Grazern jedenfalls nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben, Goalie Christian Gratzei brachte diese auch zum Ausdruck. "Wir haben uns alle mehr erwartet, es ist sehr bitter, wir hätten uns ein Remis verdient." Von Aufgeben ist allerdings noch keine Rede. "Es gibt noch fünf Spiele, wir werden schauen, so viele Punkte wie möglich zu holen", sagte der ÖFB-Teamgoalie.

Nächster Einsatz am Sonntag im ÖFB-Cup
Die Grazer haben aufgrund des dicht gedrängten Terminkalenders jedenfalls kaum Zeit, der vergebenen Chance nachzutrauern, bereits am Sonntag geht es in der zweiten Runde des ÖFB-Cups auswärts gegen die WSG Swarovski Wattens. "Wir wollen in allen drei Wettbewerben so weit wie möglich kommen", nimmt Foda auch den nationalen Cup nicht auf die leichte Schulter. Drei Tage später steht in der Meisterschaft das Topspiel der 8. Runde auswärts gegen Meister Salzburg am Programm, am Samstag müssen die Foda-Schützlinge nach Kapfenberg, ehe am Donnerstag darauf bereits in der Europa League wieder um Punkte gespielt wird.

Bukarest-Coach unzufrieden
Im Gegensatz zu den Steirern liegt Dinamo Bukarest im Kampf um den Aufstieg nun im Plansoll. Coach Dario Bonetti war aber trotzdem nicht ganz zufrieden mit der Vorstellung seiner Truppe. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hätten aber höher gewinnen können. Vielleicht wird uns das gerade in der Endabrechnung im Torverhältnis fehlen", sagte der Italiener, der mit seiner Elf in der zweiten Runde am 1. Oktober Panathinikos empfängt.

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