Mi, 22. August 2018

Kitz-Rennleiter

18.01.2018 10:08

„Die Streif ist kein Kinder-Geburtstag“

Kitzbühel-Rennleiter Axel Naglich wehrt sich gegen Kritik von den Superstars. Dabei bekommt er auch kräftige Unterstützung von Österreichs Ski-Verbands-Präsident Peter Schröcksnadel.

"Was vor 30 Jahren cool war, ist jetzt nicht mehr so cool“, sagt Axel Naglich. Der Hahnenkamm-Rennleiter bringt die Gratwanderung auf der schwierigsten Abfahrt der Welt auf den Punkt. Viel Action, aber ohne das Überschreiten einer bestimmten Grenze. Nur, wo liegt die? "Früher hat’s die Läufer über den Zaun geschmissen, allen hat’s getaugt. Die Sensibilität der Beteiligten hat sich stark verändert."

Nach der Kritik vieler Stars wie Beat Feuz oder Hannes Reichelt reagierten die Kitzbüheler und der Weltverband FIS. Vor dem zweiten Training (11.30 Uhr) wurden die Sprünge bei Mausefalle und Alter Schneise entschärft. "Ich verstehe die Kritik", sagt Naglich. Es gibt jedoch das berühmte Aber.

Kommen die Bagger?
"Das ist die Streif. Die Streif ist kein Kinder-Geburtstag. Und das soll auch so bleiben", stellt der ehemalige Extrem-Skifahrer klar. Seit der Sturz-Orgie 2016 gibt es Experten, die sogar die Bagger auf der Hausbergkante auffahren lassen wollen. Der Sommer-Wanderweg, der dann im Winter die berüchtigte Welle bildet, soll weg. "Aber dagegen wehren wir uns. Die Charakteristik der Streif darf einfach nicht zerstört werden!"

Das Verhalten der Abfahrts-Stars kann Naglich angesichts des Adrenalins im Zielraum verstehen. Fair findet er es aber nicht. "Zuerst geben sie nach der Besichtigung ihr Okay fürs Training. Und dann sollen wir an allem schuld sein?"

Unterstützung bekommt Naglich von Österreichs Verbands-Boss Peter Schröcksnadel. Der die Athleten in die Pflicht nimmt, an ihre Eigenverantwortung appelliert. "Die Fahrer haben das Recht zu bremsen, mit Köpfchen zu fahren", sagte Schröcksnadel im Rahmen des Wintersport-Gipfeltreffens Mountain Peak. "Und das sollten sie auch machen. Und nicht denken, dass sie dank der Netze eine Vollkasko haben!"

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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