Die Zahlen die am "Alphabetisierungstag" verkündet wurden, waren nicht unbedenklich. Dennoch ist die Anzahl jener, die auf diesem Gebiete Probleme haben, bei uns seit dem 2. Weltkrieg annähernd gleich. Das liegt daran, dass "der Anspruch dementsprechend gestiegen ist", erklärt Grete Dorner vom Bildungsnetzwerk.
Fehlendes Basiswissen
Heute zählt man zu den Betroffenen nicht nur jene, die nicht lesen, schreiben, rechnen können, sondern dazu kämen noch Graubereiche: Jene, die nicht sinnerfassend lesen, keine Flächen berechnen, sich nicht schriftlich ausdrücken können oder keine PC-Grundkenntnisse haben. "Mangelndes Basiswissen" ist dazu der freundliche Ausdruck.
Drei Bezirke genauer untersucht
Im oberen Murtal hat man die Bevölkerung aus drei Bezirken – Judenburg, Knittelfeld, Murau – genauer unter die Lupe genommen. Erschreckendes Ergebnis: Pro Jahr gehen 90 Jugendliche aus der Pflichtschule ab, ohne einen Abschluss zu haben! Oder: Laut Befragung würden 60 Prozent gerne Texte besser verstehen, 80 Prozent wünschen sich, sich beim Geldausgeben besser auszukennen und 50 Prozent würden gerne die Grundrechnungsarten besser beherrschen.
Dorner: "Unter dem Motto 'Jugendliche und Erwachsene brauchen eine 2. Chance' wird es nächstes Jahr daher Schwerpunkte geben."
von Christa Blümel ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.