Die Wettbewerbshüter hatten den Airliner in ihr Hauptquartier geladen, um seine Bedenken gegen die AUA-Übernahme durch die Lufthansa einzubringen. Doch statt den Kleinen den Rücken zu stärken, sind ihm die Wettbewerbshüter eher in denselbigen gefallen...
Unlauterer Wettbewerb
Deren gut gemeinter, aber einziger Ratschlag für den frustrierten Steirer: "Bringen Sie eine Klage gegen die AUA ein." Gesagt, getan! Am Mittwoch war die Klagsschrift fertig, am Donnerstag wird die Unterlassungsklage beim Handelsgericht Wien – Unterlassung wegen unlauteren Wettbewerbs – deponiert.
Graz-Stuttgart zum Kampfpreis von 12,50 Euro
Robin Hood untermauert die Klage damit, die AUA würde die Strecke Graz-Stuttgart (dort, wo auch die steirische Fluglinie unterwegs ist) zum Kampfpreis von lediglich 12,50 Euro anbieten. "Ruinös", kommentiert Pommer.
Halbe Milliarde Euro Zuschuss vom Bund
Und weiter: "Das ist kein freier Wettbewerb, der Steuerzahler finanziert das über den Regierungszuschuss für die AUA-Übernahme!" Faktum ist: Der Bund hat der staatlichen Linie einen Zuschuss von immerhin einer halben Milliarde Euro zugestanden, damit sie zumindest einen Teil ihrer Schulden bezahlen kann.
Wie auch immer: Zusätzlich zur Klage will Pommer die AUA/Lufthansa noch auf anderer Ebene ärgern. In Bälde wird er seine Flieger umfärbeln lassen. Mit der Werbung, dass seine Fluglinie 100-prozentig österreichisch ist...
"Steirermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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