16:14 im 5. Satz

Federer gewinnt Marathonfinale gegen Roddick

Sport
06.07.2009 08:05
Es ist vollbracht! Gerade in Wimbledon hat sich der Schweizer Roger Federer am Sonntag mit dem 15. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier endgültig unsterblich gemacht. Der US-Amerikaner Andy Roddick leistete zwar über fünf Sätze und 4:16 Stunden hinweg mehr als erbitterten Widerstand, aber am Ende war Federer in seinem siebenten Wimbledon-Endspiel in Folge der um einen Hauch bessere und glücklichere Spieler.

Mit 5:7, 7:6(6), 7:6(4), 3:6 und 16:14 holte sich Federer nicht nur seinen sechsten Titel beim traditionsreichsten Turnier der Welt, sondern - nach knapp elf Monaten als Nummer zwei - auch die Führung in der Weltrangliste von Rafael Nadal zurück, der als Vorjahressieger heuer verletzungsbedingt hatte aussetzen müssen. Dieser hatte ihn am 18. August des vergangenen Jahres nach 237 Wochen an der Spitze vom Thron gestürzt.

Federer von Roddick ernsthaft gefordert
Das Duell der beiden Aufschlagkanonen verlief mit Ausnahme des vierten Satzes äußerst eng. Federer wirkte im Gegensatz zum bisherigen Turnierverlauf, in dem er lediglich einen Satz abgegeben hatte, nicht ganz so souverän. "Es ist ein unglaublicher Tag in meiner Karriere", jubelte der um das Preisgeld von 993.000 Euro reichere Federer und spielte vor allem auf den 95 Minuten langen fünften Satz an: "Ich bin froh, dass es jetzt aus ist, es hätte noch ein paar Stunden so gehen können."

19. Sieg im 21. Duell mit Roddick
Doch er setzte sich dank einer beeindruckenden Serviceleistung (50 Asse!) und den besseren Nerven durch und feierte schließlich den 19. Sieg im 21. Duell mit Roddick. Dieser muss damit weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Turnier-Titel seit den US Open 2003 warten. "Andy, sei nicht zu traurig, ich kenne das Gefühl, diesen Platz als Verlierer zu verlassen", tröstete Federer, der im Vorjahr im Finale Nadal unterlegen war, den geknickten Konkurrenten: Dieser "entschuldigte" sich bei Pete Sampras: "Es tut mir leid, Pete, ich habe versucht, ihn aufzuhalten." 

Unglaubliche Konstanz von Federer
Denn Federer ist nun mit 15 Grand-Slam-Turniersiegen vor Sampras (14) die alleinige Nummer eins und hält auch sonst eine Reihe von Rekorden. 20 Grand-Slam-Finali sind unerreicht, 21 Grand-Slam-Halbfinali in Serie zeugen ebenfalls von der Konstanz des Baslers. In den jüngsten 17 Grand-Slam-Turnieren stand Federer nur einmal nicht im Finale. Das war bei den Australian Open 2008, als er am Pfeiffer'schen Drüsenfieber leidend das Halbfinale erreichte.

Im August wird Federer Vater
Neben dem sportlichen Höhenflug befindet sich Federer auch privat obenauf. Am Karsamstag, vor zwölf Wochen also, heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Mirka Vavrinec. Bei den French Open und in Wimbledon zitterte die ehemalige Profi-Spielerin bei den Partien ihres Ehemanns mit, und das in hochschwangerem Zustand.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
06.07.2009 08:05
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung