Die erste offizielle Baumaßnahme des Programms, das durch die Aufnahme in das Konjunkturpaket des Bundes und mit zehnprozentiger Landesbeteiligung vorgezogen werden konnte, ist die sogenannte Personenwagenabstellgruppe. Auf acht Gleisen erfolgt künftig auf dem Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofs das Waggon-Service. Schon in Bau oder gerade fertig geworden sind eine 170 Meter lange Servicehalle und ein neuer Traktions-Stützpunkt für Triebwagen, in der auch die Rail Cargo Austria AG sitzt.
Neuer Personentunnel wird errichtet
Neben den neuen Bahnsteigen wird ein neuer Personentunnel im Norden errichtet, der zugleich zwei Stadtteile miteinander verbindet. Auch die Autoreisezugverladung wird neu organisiert, im Umfeld des Bahnhofs kommen neue Lärmschutzbauten hinzu. Flankiert wird das Bahnhofsareal von Immo-Vorhaben, die teilweise in der Planung schon fortgeschritten, zum anderen Teil noch in Entwicklung sind.
Kapazitäten sollen erhöht werden
ÖBB-Chef Peter Klugar räumte bei dem Festakt ein, dass die Steiermark Nachholbedarf habe, nun aber mit den Projekten Koralmbahn, zweigleisiger Ausbau Graz - Spielfeld und Verbesserung der Ostbahn "ein Sprung nach vorne" getan werde. Beim Generalumbau des Hauptbahnhofes - in Kassenhalle mit Geschäftstakt sowie in den zentralen Personentunnel war schon zum Kulturhauptstadtjahr 2003 investiert worden - gehe es nun laut Klugar um eine Erhöhung der Kapazitäten und um die Optimierung der Fahrzeiten. Allein durch die S-Bahn konnte ein Fahrgastzuwachs von zehn Prozent erzielt werden. Derzeit frequentieren täglich rund 30.000 Personen den Hauptbahnhof, bald sollen es 40.000 sein.
Bund Mitfinanzierungsprojekt ans Herz gelegt
Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) stellte sich hinter die großen Investitionen, die nach wie vor zum Teil in Frage gestellt würden: "Nach 30 Jahren Warten ist die Förderung des Südens richtig und wichtig". Gemeinsam mit dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) legte er dem Bund ein weiteres Mitfinanzierungsprojekt ans Herz, die Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof. Um 90 Millionen Euro soll der Bahnhofsgürtel von der Annenstraße her unterführt und die Straßenbahnen in einer Schleife in Halbtieflage über den Bahnhofsvorplatz geführt werden. Die Stadt hat für die kommenden Jahre 30 Millionen Euro reserviert und hofft, dass das fehlende Volumen und Land und Bund aufgebracht wird.
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