Klage eingebracht

Kurioser Rechtsstreit in Trieben entbrannt

Steiermark
10.04.2009 14:00
Ein kurioser Rechtsstreit ist im krisengeschüttelten Trieben entbrannt. Da man den Gemeindebediensteten Zulagen gestrichen hat, ziehen diese wutentbrannt vor den Richter.

Die Vorgeschichte ist bekannt: Trieben sitzt auf einem riesigen Schuldenberg, weshalb im November sogar der Gemeinderat ausgehebelt wurde. Regierungskommisär Fritz Zach wurde als "Retter in der Not" entsandt, bis zu den Neuwahlen - die vermutlich Anfang Oktober stattfinden - leitet er die Geschicke in der Gemeindestube.

Zulagen wurden gestrichen
Der engagierte Kommisär wird wohl nicht nur die Bilanzen in Ordnung bringen müssen: "Im Zuge des Sparkurses hat man Gemeindebediensteten einfach ihre Zulagen gestrichen. Die zu entlohnenden Leistungen werden aber nach wie vor erbracht", sagt der steirische Gewerkschaftsvorsitzende der Gemeindebediensteten, Wilhelm Kolar, der bereits eine Mahnklage eingebracht hat.

Kommisär Zach: "Experten sagen, dass die Zulagen zu Recht eingefroren wurden; entscheiden muss der Richter". Da sich Trieben de facto im Konkurs befindet, darf der Ausgang des kuriosen Rechtsstreits mit einiger Spannung erwartet werden.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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