Cup-K.-o. für Grazer

Tiroler “Schlafmütze” gesteht den Fehler ein

Steiermark
04.03.2009 18:56
Austria ist der große Sieger! Neben den Profis stehen auch die Amateure im Cup-Halbfinale, das ohne die Steirer über die Bühne geht: Kapfenberg, das am Freitag schon wieder gegen Altach gefordert ist, kegelte gegen Wr. Neustadt raus, Sturm zog gegen Austria Wien im Elferkrimi den Kürzeren. Doppelt bitter: Ein Elferfoul an Daniel Beichler wurde nicht geahndet, ein astreines Tor von Mario Haas zu Unrecht aberkannt.
"Ich bin geknickt", sagte Armin Eder nach dem Cup-Thriller. "Es tut mir leid, aber mein Assistent hat geschlafen", kam's von Konrad Plautz. Doch von den Entschuldigungen der Tiroler "Pfeifenmänner" hat Sturm herzlich wenig - die Schiedsrichter waren mitbeteiligt, dass Sturm im Cup-Viertelfinale gegen die Austria im Elfmeterschießen aus dem Bewerb flog.

"Sorry, eine krasse Fehlentscheidung"
Denn Schiedsrichter-Assistent Eder hatte wohl Tomaten auf den Augen, als er in der Verlängerung das 1:0 von Kapitän Haas wegen Abseits annullierte. Referee Plautz: "Sorry, eine krasse Fehlentscheidung."

Foda: "Das darf Bundesliga-Referee nicht passieren"
Die Sturm vermutlich den Aufstieg ins Halbfinale kostete. "Das sind Schiedsrichter, die in der Champions League pfeifen. Ein Wahnsinn, dass die das nicht sehen. Klarer geht's ja nicht mehr", ärgerte sich Sportdirektor Oliver Kreuzer. Franco Foda schüttelte nur mehr den Kopf: "Das darf einem Bundesliga-Referee nicht passieren, der Assistent ist drei Meter daneben gestanden! Außerdem war das Foul an Kienzl auch elfmeterreif."

"Zweimal gut gespielt, aber beide Male verloren"
Aber Sturm ist mittlerweile ein gebranntes Kind, was Benachteiligungen betrifft. "Bei der 1:2-Heimniederlage gegen den LASK im Vorjahr hat man uns zwei Elfer vorenthalten, und zuletzt im Derby wäre auch einer fällig gewesen", sagt Foda, der gegen Salzburg neben Hlinka (gesperrt) auch Kienzl (verletzt) ersetzen muss. Bezeichnend: Kienzl wurde böse umgesäbelt, dennoch blieb der Pfiff von Plautz aus. Foda: "Wir haben nun eine gefährliche Situation, zweimal gut gespielt, aber beide Male verloren."

von Burghard Enzinger, "Steirerkrone"

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